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Wir statt ich? | Buchtipp Wechseljahre

Bei Gott eingehakt

Moin... auch auf Umwegen

Was machst du im Urlaub? Eine Frage, die in dieser Zeit oft gestellt wird und ein beliebtes Gesprächsthema ist. Möglicherweise steht der mit Vorfreude erwartete Urlaub dir noch bevor oder er liegt schon hinter dir und du kannst von neuen Erlebnissen erzählen…

Vielleicht hast du sogar eine der Urlaubsreisen von Solo&Co in Anspruch genommen oder an einer Freizeit von einem anderen Anbieter teilgenommen, weil es als Single auch im Urlaub nicht gut ist, dass der Mensch allein ist. Ich jedenfalls nutze sehr gerne diese Urlaubsangebote und fand das ausgewogene Miteinander von Singles und Ehepaaren auf der Wanderfreizeit, an der ich teilgenommen habe, ganz entspannt und anregend. Gerade beim Wandern, wo die Ausdauer und das Tempo sehr unterschiedlich sind, finden sich immer ein paar Personen, die ähnliche Vorlieben haben.

Während die überwiegende Mehrheit der Freizeitgruppe mit den breiten und einfachen Wanderwegen völlig zufrieden war, fand ich mich in einer kleinen Gruppe von Menschen wieder, die gerne einmal vom breiten Weg abwich und die schmalen Wanderwege mit Kletter- und Abenteuerfaktor bevorzugte. Unser Motto war: „Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal. Deshalb finden ihn nur wenige.“ (Matthäus 7,14)

Diese von uns freiwillig gewählten schmalen Wege waren tatsächlich oft deutlich schwieriger, steiniger, länger und umständlicher. Manchmal lag plötzlich ein Baumstamm quer über dem Weg, wir mussten steile Leitern oder Aufstiege erklimmen oder uns durch einen Farn-Dschungel hindurchkämpfen. Oft waren es eigentlich Umwege, die wir einschlugen und trotzdem hatten sie für uns einen abenteuerlichen Reiz und wir wurden mit besonders schönen Ausblicken und eindrücklichen Landschaften belohnt. Oft waren diese schmalen Wege auch kaum ausgeschildert, die Gefahr sich zu verlaufen groß und die Suche nach dem richtigen Weg eine Herausforderung.

So ist es manchmal auch im richtigen Leben. Wir sind nicht immer nur auf den breiten, gut ausgeschilderten Autobahnen unterwegs, sondern manchmal brauchen wir auch Umwege und ungewohnte neue Wege, um vielleicht zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Mir ging es kürzlich so, als ich einen Weg einschlug, eine Entscheidung getroffen hatte und plötzlich im Gehen merkte, dass sich dieser Weg falsch anfühlte. Viel Schmerz, Unkosten und Zeitverlust waren die Folge, bis ich mir eingestehen konnte, dass dies offensichtlich nicht der richtige Weg war. Es kostete Mut, umzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen. Und doch hatte dieser unnötige Umweg zur Folge, dass ich eine neue Erfahrung machte und zu neuen Erkenntnissen gelangte, die sonst vielleicht nicht möglich gewesen wären.

Wie gut, dass ich auf allen Wegen und Umwegen meines Lebens nie allein bin, sondern Gott mich begleitet und an meiner Seite ist. „Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“ (Sprüche 16,6)

Viel Segen auf all deine Wegen und Umwegen wünscht dir

Rahel Thomas, Ritterhude