Wer sagt: „Siehe ich mache alles neu“?

Nun sind wir schon mitten im 2. Monat des Jahres unter der Jahreslosung für 2026. Wer beim ANDEREN JAHRESWECHSEL in Loccum oder Schmitten dabei war, hat sich ja schon gründlich damit beschäftigt. Andere haben in ihrer Gemeinde dazu eine Predigt gehört. Aber vielleicht ist ja Erinnerung trotzdem gut? Dieses Wort kann/soll uns in diesem Jahr begleiten und ein Hoffnungsanker sein. Den können wir doch gut gebrauchen, oder?
Wenn du nach den Jahreslosungen von 2024 und 2025 schaust, wirst du vermutlich auch bemerken, was mir auffiel: Es ist die dritte Jahreslosung, in der es um ALLES geht. Gott spricht: Siehe ich mache alles neu (Offenbarung 21,5).
Das erinnert mich an einen Wesenszug des christlichen Glaubens: Er ist nicht ein Zuckerguss obendrauf, so ein i-Tüpfelchen. Nein, bei unserem Christsein geht es immer wieder (!) um Alles. Vermutlich ist es gut, diese Facette wieder zu entdecken. „ALLES“, was klingt da in dir auf?
Und was löst die Ankündigung von Neuem in dir aus?
Ist dieser Satz für dich ein Hoffnungswort oder verunsichert er eher? Fragst du dich: „Wie denn?“ Oder „Wann denn endlich?“ Welche Gefühle, welche Fragen werden durch dieses Wort geöffnet?
Neues ist erstmal an sich ganz wertungsfrei. Neues ist nicht gut und nicht schlecht, sondern einfach nur anders. Aber irgendwie haben wir meist unsere Wertungen in uns. Interessant ist, wenn man schaut, wie das „Neue“ in verschiedenen Kulturen bewertet wird (Das wird ein späterer Beitrag).
Ich finde: Ganz wichtig ist, WER das Neue ankündigt. Wer redet da? „Der, der auf dem Thron sitzt...“ Nicht irgendjemand kündigt Neues an, sondern ER, der Herrscher der Welt. Es ist das erste Mal im gesamten Buch der Offenbarung, dass eine direkte Rede Gottes geschieht: „Siehe ich mache alles neu!“ Wie klingt das für dich? Was löst der Klang in dir aus?
Astrid Eichler


