Astrid Eichler

Ich bin in Mecklenburg geboren und aufgewachsen, in der ehemaligen DDR. Das hat mein Leben geprägt. Ich empfinde vieles, was damals schwierig war, als einen Schatz in meiner Biographie.

Mein Vater war Pastor und als solcher Vorsteher in einem Diakonissen-Mutterhaus. So hatte ich schon immer Menschen vor Augen, die anders leben als die meisten. Da ich mich schon als Jugendliche bewusst zum christlichen Glauben bekannt habe, konnte ich kein Abitur machen. Eigentlich hatte ich Medizin studieren wollen, nun machte ich eine Ausbildung zur Krankenschwester. Als Schwester habe ich einen Blick für Menschen gewonnen.

In diesen Jahren war ich häufig im Julius-Schniewind-Haus in Schönebeck bei Magdeburg, einem Seelsorge- und Erholungsheim, wie es damals hieß. Hier war meine „geistliche Kinderstube“, wie ich es gern nenne. Es wurde meine Leidenschaft, im Auftrag Gottes Menschen zu dienen. Deshalb habe ich dann, den Zweiten Bildungsweg nutzend, in Ost-Berlin am Paulinum mit Freude und Eifer Theologie studiert. Danach war ich über 16 Jahre Gemeindepfarrerin in der Prignitz/Brandenburg und sechs Jahre Gefängnisseelsorgerin in Berlin.

Im Pfarrdienst hatte ich mit Menschen verschiedenster Herkunft, jeden Alters und in den vielfältigen Situationen des Lebens zu tun. Gottesdienste gestalten, nah am Leben predigen, Menschen seelsorgerlich begleiten – das liegt mir und fordert mich heraus. Auf die Fragen des Lebens eine authentische Antwort aus meinem Glauben zu finden, auch wenn sie unbequem ist, das gehört zu mir.

Von Anfang an schreibe ich in der Zeitschrift AUFATMEN mit. 2003 erschien mein erstes Buch, „Gott hat gewonnen“, das Einblick in meine sehr persönliche Geschichte mit Gott gibt. Was ich erlebt habe, möchte ich gern mit anderen teilen. Heute sage ich gern: „Wenn Gott gewinnt, haben wir den Hauptgewinn“. Dazu möchte ich andere einladen.

Die sehr bewusste und intensive Auseinandersetzung mit meiner Lebenssituation als Single hat mich zu Wachstum und Reife geführt. Auf Anfrage des Verlages schrieb ich 2006 das Buch „Es muss was Anderes geben“. Das war der Anfang für das Netzwerk von Singles für Singles, das jetzt Solo&Co heißt.

Wenn Menschen Predigten und Referate von mir hören, sagen sie danach ganz oft: „Sie sind so erfrischend“. Das hat vermutlich damit zu tun, dass ich immer wieder erlebe, wie Gott mich in seiner Gegenwart und Nähe erfrischt.

Von 2011 bis 2013 absolvierte ich eine Fortbildung „Kontemplation und Beratung“ in der Schweiz. 2015 erwarb ich die Zertifizierung zur persolog®-Trainerin.

Kontakt: info@soloundco.net