In den Tiefen meines Laptops finde ich eine kurze Mitteilung aus dem September 2012, in der u.a. steht: „Auf der Tagung in Cuxhaven hat – für alle Beteiligten ziemlich überraschend – ein kleines neues Pflänzchen seine ersten grünen Spitzen aus dem Boden gesteckt: Mit zwei Missionarinnen und vier EmwAg-Frauen haben wir „EmwAg Mission“ gegründet, weil wir uns wünschen und damit rechnen, dass Single-Missionare/innen und EmwAg sich gegenseitig unterstützen, ermutigen, befruchten können, z.B. indem EmwAg-Leute sich mit Missionaren vernetzen und ihnen beim Heimataufenthalt ein Zuhause bieten. Oder indem Single-Missionare zu EmwAg-Treffen kommen und von ihren Erfahrungen berichten.“
Ein wenig später gab es eine Information an das Kleinteam mit Zielen, Plänen und Ideen, in der auch das Team dieses neuen Bereichs genannt wurde, nämlich Uta Bornschein, ich als Verantwortliche und Astrid Eichler und Dr. Gisela Roth als Berater. Es gab dafür eine E-Mail-Adresse und 24 Leute im Verteiler.
Wir haben Kontakt zu Single-Missionaren gesucht, Missionsgesellschaften angeschrieben: Uta ist auf die JuMiKo (Jugendmissionskonferenz in Stuttgart) gegangen, wir haben Flyer erstellt und hatten einen Stand und Nischen bei Deutschland- und Netzwerktreffen. Wir haben Rundbriefe von Missionarinnen weitergeleitet, haben uns mit dem Thema Single-Sein in anderen Kulturen beschäftigt und viele Ideen entwickelt, wie wir Menschen vernetzen und unterstützen können: Missionare beim Heimataufenthalt oder Eintritt in den Ruhestand unterstützen, Gebet, ein Internet-Portal, Suche/Biete für Missionare im Heimataufenthalt, Literaturtipps, Vernetzungsmöglichkeiten für Leute, die nicht alleine in die Mission gehen wollen, Unterstützung und Ermutigung von Single-Missionaren in ihrem Single-Sein usw.
Die Schwierigkeit in dieser ganzen Zeit war, die Leute, die sich aus verschiedenen Himmelsrichtungen und sehr unterschiedlichen Entfernungen inzwischen bei „EmwAg Weltweit“ (das Wort „Mission“ verwendet man in manchen Ländern besser nicht) eingefunden hatten, miteinander zu vernetzen. Denn darum sollte es ja gehen – Vernetzung von Singles im Ausland mit Singles in Deutschland. Offene E-Mail-Adressen waren nicht sinnvoll, weil die E-Mail-Adressen von Leuten aus bestimmten Ländern nicht öffentlich werden sollten, so dass es einen Flaschenhals gab: Die ganze Kommunikation ging über mich.
Die Weltweit-Leute konnten nicht oder nur mühsam direkt miteinander in Kontakt kommen. Dadurch kam die Sache nicht richtig in Schwung, und es wurde mir allmählich zu viel, so dass wir entschieden, diesen Zweig erst einmal ruhen zu lassen.
Dann kamen neue Leute und Corona, und damit etwas Entscheidendes, was es vorher so nicht gab: Zoom-Treffen! Hier stieß Birgit Ufermann, Missionarin in Peru, zum Team dazu. Somit können Leute auf der ganzen Welt vernetzt werden! Es gab einen neuen Kairos, den gottgegebenen Moment, wo eine tolle Truppe von engagierten Menschen den Faden wieder aufnahm. Und was heute bei „Solo&Co Weltweit“ so los ist, könnt ihr im Newletter immer mal wieder nachlesen oder bei Zoom-Treffen miterleben!
Ulrike Odefey











