Unser Fundament | Astrid

Kategorie: Compass


Vom Beginn unseres Netzwerkes an begleiten uns verschiedene Vergleichsbilder. Immer wieder ging und geht es darum, einen Aspekt unseres Wesens zu verdeutlichen. Von Anfang an hat uns das Bild vom Haus inspiriert. Das wichtigste beim Hausbau ist das Fundament.

Als sich 2007 die Spurgruppe auf den Weg machte, ging es vor allem um ein gutes Fundament für das, was entsteht. Was das sein könnte, hatten wir damals noch nicht klar vor Augen. Aber es war uns wichtig, nicht einfach nur „loszumachen“. Wir wollten wissen, was sind die Werte, die uns zukünftig leiten sollten?

Diese Werte wollen wir immer mal wieder genauer betrachten.

Es war bei einem ersten Treffen 2006. Wir waren zu neunt und hatten nach einer Gebetszeit gerade Amen gesagt. „Ich habe in meinem Herzen einen Bibeltext, vielleicht ist der wichtig für uns?“ sagt eine aus der Runde. Sie las vor und wir alle spürten: Ja, das ist wichtig für den Weg, den wir gehen wollen! Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Römer 12, 1.2 LU)

Unzählige Male habe ich inzwischen über diesen Abschnitt gepredigt. Und immer wieder leuchtet etwas Anderes auf. So viele Aspekte stecken da für uns als Netzwerk drin: Wir wollen ein Ort der Barmherzigkeit sein. Was für ein Ziel ist es, dass unser Umgang miteinander davon geprägt ist! Es geht auch um unseren Leib. Was heißt das für uns als Singles, den Leib Gott hinzugeben? Uns nicht dem „Schema dieser Welt“ anpassen. Das ist immer wieder eine Herausforderung im Blick auf das persönliche Leben. Aber das bewegt mich auch immer wieder, wenn es um Planung von Veranstaltungen, um PR, um Geld geht.

Und dann möchte ich noch den vielleicht wichtigsten Punkt ansprechen oder zumindest den, der uns am meisten beschäftigt: Was Luther übersetzt, ist an dieser Stelle nicht korrekt. Es steht dort eine Partizipialkonstruktion mit dem griechischen Wort metamorphein. Richtig übersetzt muss es heißen: Lasst euch verwandeln. Da klingt das Wunder der Metamorphose auf. Deshalb spielt der Schmetterling bei uns eine große Rolle und ist unser „Wappentier“. Die kriechenden, fressenden Raupen gehen durch einen umfassenden Prozess der Verwandlung − bis sie sich in der Schönheit und Leichtigkeit eines Schmetterlings in die Lüfte erheben. Dieser Prozess ist ein Bild für das Geschehen, das wir uns für unser Leben wünschen. Wir wollen einen Prozess der Verwandlung, denn nur so wird Gemeinschaft möglich werden.

Es ist wichtig, diesen biblischen Abschnitt immer wieder vor Augen haben. Wir wollen uns prüfen und und vergewissern, dass wir so unterwegs sind, wie es uns der Herr anvertraut und aufgegeben hat.

Vielleicht nehmt ihr euch mal Zeit, diesen Abschnitt zu meditieren?