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Newsletter Februar 2020

Guten Tag … und Moin!
Das war was: Ich fühlte mich von jetzt auf gleich wie in voller Fahrt vom Karussell geschleudert. Lag plötzlich am Boden, schwindelig, orientierungslos und „im falschen Film“ gelandet! Was war geschehen? Ein Hörsturz samt einseitiger Taubheit und anderen „Nettigkeiten“ hat mein Leben komplett verändert – von einem Tag auf den anderen.  Ich bin immer noch dabei, schrittweise in eine neue Art von Normalität zu finden.
Warum erzähle ich das? Mich beschleicht die leise Ahnung, dass es da durchaus Parallelen zum Singleleben gibt. Nicht, dass ich das Singlesein mit einer Krankheit gleichsetzen möchte. Überhaupt nicht! Der Vergleichspunkt ist für mich: Jemand findet sich in einer Lebenswirklichkeit wieder, die er so nicht geplant und nicht gewollt hat – und das trifft vermutlich auf 90 Prozent der Singles zu. Besonders dramatisch ist diese Erfahrung sicher beim plötzlichen Verlust des Partners durch Trennung oder Tod. Aber auch langjährig Alleinlebende erleben sich oft als Akteure in einem Film, in dem sie nie mitspielen wollten.
Ähnlich wie bei einer schwerwiegenden Krankheitsdiagnose geht man nun je nach Temperament mit der Situation um. Die Eine verzweifelt, jammert, sucht Schuldige, zieht sich zurück und bedauert sich: Es ist so ein Elend, womit habe ich das verdient? Den Anderen macht es wütend; er rebelliert gegen Gott und die Welt; versucht, schnellstmöglich eine „Problemlösung“ herbeizuführen. Wieder eine Andere resigniert, findet sich ab und richtet sich ein: Da kann man halt nichts machen! Und mancher lenkt sich ab, übertönt das Unbehagen durch Aktivismus oder überspielt die Situation: Bloß kein Mitleid. Alles ist gut!
Wie gehst du mit (d)einer unangenehmen bzw. ungewollten Situation um? Findest du dich irgendwo wieder? Und – noch wichtiger – wie wäre ein guter Umgang? Ich sehe da ein paar Kriterien: Ein Umgang, der realistisch wahrnimmt und akzeptiert, was ist; einer, der zum Leben verhilft; einer, der sozial kompetent und fröhlich macht. Das sollte zumindest das Ziel sein im täglichen Auf und Ab des Singlelebens. Bei Solo&Co bieten wir den Rahmen dafür an, sei es bei Stammtischen, in Gruppen, Urlauben oder bei größeren Veranstaltungen. Es liegt an dir und mir, ob und wie wir diese Angebote nutzen.
Viel Spaß beim Inspirieren-Lassen wünscht euch
Claudia Heise
Leitungsteam Solo&Co
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Lernaufgabe: Singles in der Gemeinde | Astrid
Im Mai steht ein Termin erstmalig in meinem Kalender. Im Bereich Gemeindearbeit bietet das Bibel­studienkolleg in Ostfildern, bei Stuttgart, zwei Tage mit dem Titel ‚Arbeit mit Singles‘ an, und ich bin die Gastdozentin. Ich freue mich riesig darauf, haben wir bei Solo&Co doch schon so lange im Blick, dass es genau das unbedingt braucht: Gemeinde darf nicht nur ein Ort sein, an dem gute Angebote für Kinder, Teenies, Jugendliche, junge Erwachsene, Ehepaare, Familien und Senioren gemacht wer­den. Gemeinde muss auch ein Ort sein, an dem Singles vorkommen und ihre Themen und Fragen im Blick sind. Dafür müssen Mitarbeiter und Verantwortliche sich mit den theologischen und prakti­schen Fragen dieser Lebensform beschäftigt haben. Ostfildern ist ein Anfang, der hoffentlich an vielen Orten Fortsetzung findet.
Dieser Termin zeigt auch: Es bewegt sich was! Wir haben hier im Newsletter immer wieder davon berichtet, wie in Kirchen, Verbänden und Medien das „Singlethema“ viel stärker vorkommt als noch vor Jahren. Ich sage es manchmal so: Aus einem „Un-Thema“ wird langsam ein Thema. Wie gut!
Eine Studie von Parship (2018) sagt, dass es in Deutschland 16,8 Millionen Singles zwischen 18 und 65 Jahren gibt. Das sind ca. 30 % der Bevölkerung. In unseren Gemeinden wird es sehr ähnlich aus­sehen, ein Drittel Singles.
Eines ist klar: Den christlichen Single gibt es nicht. Dafür sind wir viel zu viele und viel zu bunt. Aber es gibt Grundthemen und -fragen, die für Singles ganz anders wichtig sind als für Verheiratete. Um die Alleinstehenden besser kennenzulernen, erscheint im März bei SCM die Studie vom Institut empirica: Christliche Singles – wie sie leben, glauben und lieben. 3.235 christliche Singles wurden dafür ano­nym und systematisch befragt. Daraus ergibt sich ein bisher einmaliger Einblick in die Lebenssituation und das Lebensgefühl christlicher Singles. Dieses Buch ist aus meiner Sicht ein Meilenstein.
Zu Beginn des Buches blicken verschiedene „Kirchenleute“ auf das Thema. Schon da schlägt mein Herz höher. Denn Christoph Stiba, Generalsekretär im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, schreibt: „Mir ist beim Lesen bewusst geworden, wie stark Gemeinden in der Regel doch ‚Ehe und Familie‘ denken und für diese Zielgruppe planen. Das passt nicht zur großen Zahl an Singles, die aus völlig unterschiedlichen Gründen als Singles in den Gemeinden leben. ‚Dieses Thema ist dran‘, heißt es deshalb auch in der Einleitung. Das glaube ich auch. Eine fundierte Studie über Singles, die ihre Situation beleuchtet, aufbereitet und erklärt, ist dabei ein wichtiger Schritt, ein not­wendiges Handwerkszeug. Die Fortsetzung, das Hinsehen, muss dann in den Gemeinden folgen.“
So ist es!
Und damit die Fortsetzung in den Gemeinden erfolgen kann, ist es wichtig, dass wir dieses Buch überall hintragen … zu Pastoren, Gemeindeleitungen, Ausbildungsstätten. Wo wirst du es bekannt machen? Davon erzählen, es verschenken, verborgen? Einen Beitrag im Gemeindebrief schreiben? In der Gemeindeleitung auf die Tagesordnung setzen? Was könnten wir noch tun?
Mehr Infos zu den Studienergebnissen gibt es auf dem öffentlichen Fachtag der CVJM-Hochschule am 7. März 2020 in Kassel und im nächsten Newsletter.
Bild von Анастасия Гепп auf Pixabay
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Gedanken einer Gärtnerin – Teil 2 | Astrid
Im Februar waren Solo&Co-Leitungsteam und EmwAg e.V.-Vorstand wieder zusammen beim „Garteneinsatz“. Für einen Tag war Antje Rein zur Supervision angereist. Seit 2009 begleitet sie uns und ist in unregelmäßigen Abständen mit uns an der Arbeit. Diesmal ging es im Schwerpunkt um die Frage, wie die Organisationsent­wick­lung gut weiter­gehen kann – im Blick auf anstehende Verände­run­gen. 2024 beginnt für mich nämlich der Ruhestand. Da mag man sa­gen: Das ist ja noch sooo lange hin. Aber wir alle wissen, dass das so nicht stimmt!
Wir sind herausgewachsen aus der „Pionierphase“, und doch ist vieles noch von mir bestimmt und geprägt. Und vor allem: Ich nehme noch sehr viele Aufgaben wahr. Wir wol­len den Übergang gern allmählich gestalten. Als ersten Schritt bin ich im Herbst 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Wir haben gesammelt, welche Aufgaben anstehen werden und was es dafür an Kompetenzen brauchen wird. Dabei fällt auf: Es geht zum einen um inhaltlich-theologisch-geistliche Arbeit, also Veranstal­tungen, Referate, Predigten, Reisedienst. Zum anderen müssen irgendwo die verschiedenen Fäden des Netzwerkes zusammenlaufen und auch zusammengehalten werden. Alltäglich gehen in der Geschäftsstelle unendlich viele Mails ein, müssen Teams angeleitet, das Netzwerk weiterent­wickelt und koordiniert werden. Die Leitungsaufgaben in der Geschäftsstelle nehmen einen sehr großen Teil meiner Zeit ein. Hier wäre es sehr gut, wenn in den nächsten Jahren ein guter Übergang möglich wird. Als Referentin würde ich gern auch im Ruhestand auf Anfrage hin noch im Einsatz sein, aber eben nicht mehr in Verantwortung.
Vermutlich kann das gar nicht eine Person übernehmen, sondern es braucht zwei … oder mehr? Es liegt auf der Hand und ist für mich manchmal ein echter Leidenspunkt: Leitung der Geschäftsstelle und Reisedienst widersprechen sich in ihren Anforderungen auch.
Wir haben gesammelt, notiert, gebetet – und es ist uns noch mehr als vor dem Wochenende bewusst, dass wir auf einem spannenden Wegabschnitt sind. Wie sieht Gott die nächste Etappe? Es ist gut, wenn viele dafür beten. Vielleicht gibt es im Netzwerk schon Menschen, die verantwortlich mit einsteigen werden, die aus dem Ehrenamt ins Hauptamt wechseln? Oder müssen wir uns gezielt auf die Suche machen?
Und eine Frage steht dann wie ein Bollwerk vor uns: Wer kann das bezahlen?
Wir brauchen Zeit auch an diesem Punkt, um die nächsten Schritte tun zu können. Wir müssen uns breiter aufstellen. Antje Rein stellte fest: „Zurzeit sind es sehr wenige, die sehr viel bewegen, und sehr wenige, die für sehr viele vieles ermöglichen. Das muss anders werden.“ Ja, das stimmt! Da sind wir alle herausgefordert.
Foto: privat
Zum ersten Teil
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Über die Jahresplanung 2020 | Astrid
2020 – es ist wieder ein ganz anderes Jahr. Hast du dir schon den Jahresüberblick angeschaut?
Hast du was gemerkt? Die Struktur ist anders als 2019. Damals gab es verschiedene Themen-Wochen­enden in Woltersdorf, Bad Alexandersbad, in Marburg, im Monbachtal und im Suderhof. In diesem Jahr haben wir anders geplant. Warum? Wir haben einen großen Höhepunkt. Dafür wollen wir Zeit und Geld aufheben ;-), damit ganz viele Singles dabei sein können!
Wer erinnert sich noch an die wunderschönen Tage in Kirchheim 2018? Die Rückmeldungen waren so positiv und die organisatorischen Herausforderungen so groß, dass wir gesagt haben: Das wollen wir diesmal schon nach zwei Jahren wieder machen. Wir sind mitten in den Vorbereitungen für das FESTIVAL für Singles. LUST AUF LEBEN! 8.-11. Oktober 2020 in Kirchheim/Hessen.
Die ersten haben sich schon angemeldet. Gratulation! Andere sollten nicht zu lange warten! Die Festhalle ist zwar groß genug, aber die Betten stehen an verschiedenen Orten. Nicht alle Wünsche werden erfüllbar sein, je später umso schwerer. Diese Tage sollen ein Zeichen sein: Wir sind viele, wir sind bunt. Und wenn du Singles kennst, die noch nie bei Solo&Co dabei waren – das FESTIVAL ist ein genialer Ort, sie mitzubringen. Gern senden wir dir Flyer zu – für dich, deine Gemeinde, Freunde und Bekannte.
Wir arbeiten gerade am Programm mit biblischen Impulsen zum Thema LUST AUF LEBEN. Mit vielen Seminaren zu den Bereichen Leben als Single und Gemeinschaft. Kompetente Singles von Solo&Co werden Seminare anbieten, Tanja und Gerd Hutschenreuter von Team F werden auch mitmischen. Wir motivieren dich schon jetzt: Auch du könntest eine „Nische“ anbieten.
Wir freuen uns, dass auf der Messe die Buntheit des Netzwerkes sichtbar wird. Und sind super froh, dass wir am Samstag einen besonderen Höhepunkt haben werden: Samuel Harfst & Samuel Koch kommen zur Konzertlesung.
Also eines ist schon jetzt klar: Es lohnt sich, dabei zu sein! Denke nicht: Beim nächsten Mal vielleicht. Niemand weiß, was dann ist. Und außerdem: Das nächste Festival wird erst 2023 stattfinden. Mehr Infos und Anmeldung
Bild von Myriam Zilles auf Pixabay
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Als Single bei SPRING? Warum das Sinn macht …
Wer in den Osterferien gerne mit anderen was losmachen will: Das christliche Festival SPRING, das am 13. April beginnt, ist ein großes Event mit vielen Familien und Paa­ren. Als Alleinstehender, Geschiedene, Verwitweter, Ledige, Solist könnte man oder frau sich im bunten Treiben etwas allein fühlen. Damit das nicht passiert, gibt es das Forum Single. Wer sich rechtzeitig (!) fürs Forum Single anmeldet, wird – zusammen mit anderen Singles – im Kurhotel Hochsauerland 2010 untergebracht. Die Spätentschlos­senen müssten evtl. mit der Unterkunft vorlieb neh­men, die dann noch frei ist. Das wäre schade. Denn speziell für Singles und Gemeinschaftssucher gibt es im Kurhotel Hoch­sauerland 2010 ein gemeinsames Frühstück mit reichhaltigem Buffet und gute Gespräche zum Start in den Tag, am Abend den Stammtisch in der Bodega und den Tanz.
Es gibt zwei Treffpunkte, wo man als Single immer jemanden finden wird:
    • Dienstag bis Freitag, 11.30-18.00 Uhr: Lounge im Foyer vom Konferenzhotel  Da können Alleinreisende Kontakte knüpfen, miteinander ins Gespräch kommen, spontane Ess-Gemein­schaften gründen, die bunte Lebenswelt von Singles zu entdecken. Hier gibt es auch interes­santes Infomaterial.
    • Montag bis Freitag, 18.00-19.30 Uhr: Restaurant Bodega. Hier gibt es zuerst die Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen. Ab Dienstag kann der Tag um 21.45 Uhr jeweils am Stammtisch vom Forum Single entspannt ausklingen: Gespräche vom Tag fortsetzen. Neuen Leuten begegnen. Single-Themen besprechen. Pläne für den nächsten Tag schmieden und miteinander Verabredun­gen treffen.
Die Angebote vom Forum Single stellen wir nachfolgend  kurz vor, um Appetit zu machen, denn im Moment ist das Programm noch nicht online. Jeden Vormittag, 10.30 Uhr, ist Bibelarbeit mit Dr. Jörg Dechert, Astrid Eichler, Sr. Ursula Hertewich.
Dienstag
14.15 + 16.15 ALLEIN BEI SPRING? NEIN! Mit Astrid Eichler und Team. Bei FORUM SINGLE starten wir miteinander durch! Ein gemeinsamer Beginn macht es einfach, die „richtigen Leute“ zu treffen, erste Inputs zu hören und sich zu verabreden.
16.15 IN GNADE BADEN – ODER: WIE WEITER NACH TRENNUNG UND SCHEIDUNG? Mit Diana Haufe. Nach einer durchlebten Trennung ist nichts mehr, wie es war. Unsere persönliche Welt liegt in Trüm­mern, und ein langer Prozess der Heilung und Wiederherstellung liegt vor uns. Wo bin ich gerade auf diesem Weg? Wie finde ich den Mut, weiterzugehen? Im sicheren Raum der Gnade Gottes können wir uns diese Fragen anschauen.  Wieder­holung am Donnerstag, max. 12 Teilnehmer.   
Mittwoch
14.15 ALS SINGLE LEBEN. SINGLE SEIN – GAR NICHT SO EINFACH, ODER DOCH? Mit Astrid Eichler. Wir wollen die Herausforderungen und Chancen betrachten, die Fragen nach Zuge­hörigkeit, nach Frucht­barkeit und Sinn stellen. Wo kann man/frau denn sonst darüber reden, was schön und einfach und was herausfordernd und schwierig ist.           
14.15 SPEEDDATING bis 39 Jahre Mit Gerd und Tanja Hutschenreuter, Speeddating der ausführ­licheren Art. Wir möchten euch für kurze Einheiten die Möglichkeit der Begegnung geben. Miteinan­der etwas beim anderen entdecken. D.h. wir sind gemeinsam aktiv. Altersgruppe U40. max. 24 TN
16.15 SPEEDDATING für alle ab 40 Jahre Mit Gerd und Tanja Hutschenreuter. Wie oben,  Alter 40+. max. 24 TN
16.15 LOSLASSEN UND GEWINNEN – EIN LEBENSLANGER PROZESS Mit Susanne von Pentz-Jaeger. Loslassen ist eine unausweichliche Herausforderung des Lebens. Beispiele: Arbeitsplatz, Lebens­planung, Wünsche, Beziehungen … Jeder steht in diesem Spannungsfeld zwischen Fest­halten und dem ständigen Loslassen. Wer festhält, hindert sich selbst daran, im Leben weiter­zu­kommen. Im Workshop werden Wege aufgezeigt, wie das Loslassen gelingen kann. Die Referentin hat selbst lange als Single gelebt, war dann einige Jahre verheiratet und wurde durch den plötzlichen Tod ihres Partners Witwe. max. 30 TN (Ankunft entscheidet)           
16.15 MEIN TRAUM VON GEMEINSCHAFT – WAS ICH DAFÜR TUN KANN Mit Heike Kruse. Wer sozial nicht gut vernetzt ist, traut sich oft nicht mehr, von Gemeinschaft zu träumen. In diesem Workshop werden Samenkörner ausgestreut, aus denen bei entsprechender Pflege Gemeinschaft wachsen kann. Bist Du bereit, Deinen Boden zu bereiten?       

Donnerstag
14.15 GANZ FRAU SEIN: Identität der Frau in Christus. Mit Tanja Hutschenreuter. Wie werde ich definiert, was hat mich geprägt, wie definiere ich mich selbst und was hat Gott damit zu tun? Vortrag und kurzer Lebensbericht        
14.15 WER BIN ICH UND WENN JA WARUM? Männliche Identität. Mit Gerd Hutschenreuter. Meine Identität als  Mann. Wie werde ich definiert, was hat mich geprägt, wie definiere ich mich selbst und was hat Gott damit zu tun? Kurzer Lebensbericht und Austausch.       
16.15 ICH HABE MEINEN PARTNER VERLOREN Mit Susanne von Pentz-Jaeger. Wie geht es weiter, wenn der geliebte Partner plötzlich weg ist? In einer behutsamen Gesprächsrunde werden wir gemeinsam über diese Fragen nachdenken: Trauern – oder lieber verdrängen und mich ablenken? Oasen für Trauernde – wie können die aussehen? Wie kann ich nach einem Schicksalsschlag wieder neue Lebensperspektiven gewinnen? Die Referentin ist selbst Witwe.   
16.15 IN GNADE BADEN – ODER: WIE WEITER NACH TRENNUNG UND SCHEIDUNG? Mit Diana Haufe. Wiederholung von Dienstag, zum Inhalt siehe dort. max. 12 TN (Ankunft entscheidet)
19.30 SPRING AM ABEND – GEDANKEN-LEBEN Mit Astrid Eichler, Dr. Tobias Künkler und Moderation: Uwe Heimowski. Halbe Menschen? Was Gemeinden über Singles wissen sollten. Ein Abend für alle, der spannende Ergebnisse einer Studie aufzeigt, Konsequenzen für Gemeinden zieht und Zeit für Diskussion gibt.
Freitag
16.15 SEXUALITÄT ALS SINGLE – ICH BIN DOCH AUCH NUR EIN MENSCH! Mit Gerd Hutschenreuter. Wie geht es mir mit meiner Sexualität? Mit wem kann ich darüber sprechen? Was sagt die Bibel dazu? Einführung und persönlicher Bericht nach Scheidung und langjährigem Single-Leben. Vertrauensvoller Austausch in geschütztem Rahmen.
Mehr Infos und Anmeldung
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Willst du mal Gemeinschaft kosten?
Die Lebensgemeinschaft Visselhövede lädt über das lange erste Mai-Wochenende Singles ein, vier Tage in Gemeinschaft zu verbringen. Es gibt zwei Programm-Angebote parallel. Johannes Schmidt geht mit den einen pilgern und beschäftigt sich mit Themen rund um die Bergpredigt. Die Strecken­länge beträgt 17 bis 20 km. Die anderen betrachten mit Judith Schmidt Lebens-Themen und brechen nachmittags zu gemeinsamer Unternehmung auf. Hamburg, Bremen, Celle oder Lüneburg sind in der Nähe. Die Natur mit Heide- und Moorlandschaften lädt zum Wandern, Radfahren und Entspannen ein. Auch Therme&Sauna, Shopping-Tour, Escape-Room, Serengeti-Park oder Kulturelles sind möglich. Mehr Infos hier und hier.
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Ein Single im Pfarramt
Seit drei Jahren ist Solistin Julia Steller Pfarrerin an der Dreifaltigkeitskirche in Schongau und erzählt hier von ihren Erfahrungen …
Wo macht es konkret einen Unterschied, wenn man als Single in diesem Dienst ist? Was wäre als Ehepaar einfacher? Und: Wo ist es ein Vorteil ist, weder Partner noch Familie zu haben?
Vielleicht wäre ich nicht allein dafür zuständig, dass im Kühlschrank was zu essen ist.  Tatsächlich nimmt der Pfarrberuf viel Raum und Zeit ein, Beruf- und Privatleben sind sehr vermischt. Für diese Arbeit kann das Allein­leben Fluch und Segen zugleich sein: Freilich habe ich als Single mehr Zeit, um sie dem Beruf zu widmen. Gleichzeitig holt einen niemand auch mal weg vom Schreibtisch oder aus den Gedanken. Ich bin fasziniert von Kolleg*innen, die den Pfarrberuf als so erfüllend empfinden, dass er für sie sogar Partnerschaften ersetzen kann. Doch sehe ich auch eine Gefahr: Es kann verlockend sein, einfach weiterzuarbeiten, weil ja niemand auf einen wartet.
Wann spüren Sie am deutlichsten, dass Sie Solistin sind und wünschen es sich anders?
Gerne würde ich die Wochenenden nutzen für Unternehmungen, das verträgt sich aber wenig mit Konfirmandensamstagen und Sonntagsgottesdiensten. An meinem freien Mittwoch haben die wenigsten der privaten Kontakte Zeit, also verbringe ich auch den alleine. Ich liebe es zu reisen. Manchmal wünsche ich mir, die Reiseeindrücke teilen zu können. Ich habe einen tollen Freundes­kreis, mit dem ich z.T. auch Urlaub mache. Allerdings braucht das viel Organisation und Nachfragen – das wünsche ich mir manchmal anders.
Sind Sie im Austausch mit anderen PfarrerInnen, formell oder informell, die auch allein leben? Spinnen Sie da gemeinsam an einer Vision?
Wenn, dann informell im Freundeskreis. Das ist aber nie vordergründig Thema. Trotzdem finde ich es spannend über Lebensformen unkonventionell nachzudenken. Ich finde nicht, dass die Ehe oder klassische Familie die einzige Form ist, in der Menschen leben können/müssen. Ich habe sehr gerne in Wohngemein­schaften gelebt und könnte mir das auch als Mehrgenerationen-Wohnform im Alter vorstellen.
Nimmt die Gemeinde wahr, dass Sie Single sind?
Tatsächlich ist das sehr selten überhaupt ein Thema. Die Gemeinde ist da sehr zurückhaltend und freut sich einfach über meinen Dienst. Nichtsdestotrotz gab es bei der Vergabe einer anderen Pfarrstelle den klaren Wunsch: Da soll schon eine Familie ins Pfarrhaus ziehen. Das ergab bei mir dann doch einen Nebengeschmack. Eher höre ich bei Kolleg*innen heraus, dass sie ganz selbst­verständlich von der Pfarrfamilie ausgehen.
Kam das Thema „Leben als Single“ irgendwo in der theologischen Ausbildung vor? Sowohl was die Seelsorge für Singles angeht als auch die Herausforderung, als Single im Pfarrdienst zu stehen …
Überhaupt gar nicht! Weder im Studium noch im Vikariat, der praktischen Ausbildung. Danach werden die ersten Stellen den Pfarrer*innen z.A. (zur Anstellung) zugeteilt. Eigene Bedürfnisse und Wünsche werden bei der Stellenvergabe meist nur als Sozialpunkte berücksichtigt (ähnlich wie bei Lehrer*innen). Wer da keinen Arbeitsplatz des Partners oder einen Kitaplatz als Kriterien angeben kann, wird hingeschickt, wo es nötig ist. Diese Abhängigkeit war für mich bisher die schwierigste Phase als Single.
Wie könnte das „Leben als Single“ einen Platz in der Ausbildung finden?
Allein dadurch schon, dass es thematisiert wird. Sowohl als Praxisbeispiele in der Ausbildung, als auch bezüglich der Lebenswirklichkeit im Berufsleben. Ich wünsche mir, dass Inklusion immer weiter selbst­verständlich wird. Zu einem inklusiven Gesellschaftsbild gehört auch, dass es verschiedene Lebensformen gibt – bei Gemeindegliedern wie bei  Hauptamtlichen.
Was könnte helfen, damit Singles sich besser in der Gemeinde aufgehoben fühlen?
Wenn Gemeinden Weitblick und eine einladende Haltung zeigen. Es ist normal, verschieden zu sein – diese Haltung ist für mich eine Form von Inklusion. Dazu zählen eben nicht nur die Rollstuhlrampe, sondern auch eine Sprache, die sensibel ist für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten, und Angebote, die diese Unterschied­lichkeit berücksichtigen. Vielleicht kommt ein gemeinsames Essen nach dem Gottesdienst oder ein Wanderwochenende den Bedürfnissen von Singles entgegen?
Haben Sie die Singles in Ihrer Gemeinde stärker im Blick als Pfarrer*innen mit Partnerschaft/Ehe? Wenn ja, woran merken Sie das?
Ich hoffe es! Ich merke es daran, dass ich im Leitungsgremium der Gemeinde immer wieder kritisch anmerke, nicht nur aus der Familienperspektive zu denken. Nicht jede*r hat Lust, an Ostern zum Familiengottesdienst zu kommen oder möchte als Single mit auf Gemeinde­freizeit fahren. Auch bei Trauungen ist es mir wichtig, auf meine Sprache zu achten. Ich möchte, bei allem Segenszuspruch fürs Paar, die Ehe nicht absolut setzen. In den Fürbitten möchte ich auch an alle ohne Partner*in denken, ohne das zu werten oder gleich als „einsam“ abzustempeln.
Wie sieht Ihre Selbstfürsorge aus, um gut mit der Situation klarzukommen?
Ich habe tatsächlich kapiert, dass ich selbst die Wahl habe, wie ich meine Lebenszeit wahrnehmen möchte: entweder ich fühle mich defizitär, weil ich alleine bin, oder ich genieße das Leben und tu das, was mir Spaß macht – zumindest in der wenigen Freizeit, die im Pfarramt so bleibt. ;)
Bild: Guntar Feldmann
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Apropos fröhlich sein
Viele von uns haben sich was Schönes für den Ehrentag der Singles ausgedacht. Nicht nur in Ostwestfalen-Lippe, wo das Bild entstanden ist. Mehr zu sehen und zu lesen gibt’s demnächst hier.


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Guck mal rein
Gemeinschaft leben – Ein inspirierendes Plädoyer
Der Pfarrer der Klinik Sonnenhalde, Thomas Widmer-Huber, und seine Frau Irene sind seit 1991 in Wohngemeinschaften und seit 1999 mit einer eigenen Wohnung in Hausgemeinschaften gemein­schaftlich unterwegs. Kurzum: Die beiden haben das Leben in Gemeinschaft wahrlich auf dem Herzen. Nun lebt der Traum von (mehr) Gemeinschaft im Herzen vieler Menschen und im Herzen Gottes. Es braucht mehr als den Traum: praktische Beispiele und Hinweise, Wissen aus durchlebter Erfahrung und über die Jahre gewachsene Einsichten sowie Ideen zur Gründung von Gemein­schaften.
All das liefert das schmale Büchlein auf 85 Seiten. Die Kapitelüberschriften lassen das erahnen: Persönliche Erfahrungen und Motive – Biblische Inspirationsquellen und Zukunftsmusik – Perspektiven und Schritte zur Gründung von Gemeinschaften – In der Ortsgemeinde den gemeinschaftlichen Lebensstil fördern – Gestalter der Zukunft und schöpferisch tätig werden. Widmer-Huber  schreibt über Trägerschafts- und Finanzierungsvarianten. Skizziert, wie eine Gemeinschaft auf den Orts- oder Stadtteil ausstrahlen kann. Und hat auch im Blick, wie ein gemeinschaftlicher Lebensstil ohne Wohn- oder Hausgemeinschaft möglich werden kann. Kurzum: Ein Schatzkästlein für Gemeinschaftssucher!
Widmer-Hubers haben drei erwachsene Kinder und leiten zusammen mit Freunden in Riehen/CH das Gemeinschaftshaus  Moosrain, die Diakonische Gemeinschaft Ensemble im Moosrain und gemeinsam mit Pastorin Astrid Eichler die Fachstelle Gemeinschaft.
Das Büchlein ist im Schleife Verlag, Winterthur, erschienen und kann direkt bei thomas@widmer-huber.ch bestellt werden: Schweiz Fr. 12.- |Deutschland Euro 11.-| Österreich Euro 13.- Im Preis sind die Versandkosten inbegriffen.
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Wortperle
Jede einsame Stunde, die wirklich eine solche ist, enthält eine Forderung.
Hans Urs von Balthasar, katholischer Priester und Theologe
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