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Newsletter Oktober 2018

Guten Tag,

Noch immer sind die Erinnerungen ans Netzwerktreffen lebendig. Da können viele Geschichten erzählt werden: von einem ungeahnten Wiedersehen nach 27 Jahren, von kostbaren Begegnungen in der Austauschgruppe, von der Messe mit vielen ermutigenden Beispielen aus dem Netzwerk, von einer Kollekte über 2.400 Euro für eine Initiative unseres Netzwerkes. Die mehr als 200 Teilnehmenden könnten sicher  noch mehr Erfahrungen beisteuern.
Ich möchte hier meine ganz persönliche Geschichte erzählen, die am 27. September, genau eine Woche vor dem Netzwerktreffen, begann – mit einer überraschenden Operation am linken Fuß. (Es ist fast eine „unendliche Geschichte“. Wer die Newsletter regelmäßig liest, erinnert sich: Da war doch mal was. Ja, im Mai war da schon mal eine OP).
Die jetzige OP so kurz vor dem Netzwerktreffen war umfassender als ursprünglich gedacht. Ich war sehr erleichtert, als der Arzt mir zusagte: „Ja, Sie können fahren.“ Nun, ich konnte nicht selbst fahren, sondern musste gefahren werden – und das nicht nur im Auto nach Kirchheim, sondern auch all die vielen Wege zwischen Hotel und Konferenzbereich im Rollstuhl.
Wie kann deutlicher werden, wozu es so etwas wie Solo&Co braucht? Wenn ein Single krank, gar gehunfähig wird, da braucht jedes Solo einen Co. Um Hilfe bitten, auf Hilfe angewiesen und nicht autark zu sein, das ist eine ernsthafte Übung für mich. Möchte ich doch so gern eigenständig, unab­hängig, flink und flexibel sein, gerade bei so einer Veranstaltung. Ja, wir haben es schon oft gesungen, das Lied von Manfred Siebald: „Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen; jeder hat schon angefasst ... Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft ...“ Diese Erfahrung war nun für alle sichtbar und für mich intensiv erlebbar. Keiner hat für alles Kraft – genau das ist ein tiefer Wesenszug von Solo&Co. Deshalb motivieren wie zu Vernetzung und Gemeinschaft. Wie gut, wenn wir das für unser Leben, für unseren Alltag wissen und beherzigen. Damit können wir eine neue Perspektive und Widerstandskraft entwickeln.
Und noch ein anderes Resümee konnte ich in der Predigt am Abschluss unseres Treffens ziehen. Reich Gottes heißt nicht: Es läuft alles gut. Aber: ER macht es gut! Es lief überhaupt nicht – und da gab es noch andere Dinge, wozu wir das sagen konnten – ABER unser Herr hat es gut gemacht. Unab­hängig von Umständen und Missständen, wenn wir es Ihm, unserem Herrn hinhalten, wird alles Widrige verwandelt. Nicht, dass dann alles perfekt wäre, nein, eben nicht, aber in allem Unperfekten, Widrigen, Mühsamen, gibt es den Frieden, der höher ist als alle Vernunft (Philipper 4.7). Da zeigt ER seine Güte, und das macht es gut. Das haben wir (wieder mal) erlebt.
Ich wünsche uns allen, dass wir das mitten im Alltag immer wieder erleben können.

Freude und Frieden euch allen!

Astrid Eichler

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