Open House – wie kam es eigentlich dazu? | Claudia

Kategorie: Compass


„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sein“ – das gilt auch für Singles, oder? Genau: Viele von uns sehnen sich nach (mehr) Gemeinschaft. Aber nicht jede/r kann und will eine WG gründen. Das könnte auch ganz schön anstrengend sein ... Und von (Single-) Veranstaltung zu Veranstaltung hetzen, bei denen man Programm geliefert bekommt, aber letztlich mit niemandem intensiver gesprochen, geschweige denn, etwas gemeinsam erlebt oder getan hat? Hmmm...

Im Sommer 2012 ging mir dann durch den Kopf: Vielleicht ist ja Gemeinschaft auch möglich außerhalb von Veranstaltungen. Relativ spontan, unkompliziert und alltagsnah. Vielleicht ist Gemeinschaft auch möglich ohne Planung und Anmeldung, ohne Essens-Orga und Programm.

Ich hatte Lust, das auszuprobieren: immer mal wieder einen Tag OPEN HOUSE als „punktuelle WG“. Man kann kommen oder gehen, wann man möchte. Man kann etwas (zum Essen oder Beschäftigen) mitbringen oder nicht. Man kann mit anderen zusammen in den Tag reinleben und gucken, was passiert.

Was wäre anders als bei einer Veranstaltung oder einer "normalen" Einladung? Da nichts vorbereitet/organisiert wäre, könnte jede/r sich einbringen. Spontane Leute fühlten sich nicht reglementiert, sondern kämen voll auf ihre Kosten. Statt kurzem Smalltalk wären intensivere Gespräche möglich. Neben Reden wäre gemeinsames Tun (jeder Art) denkbar: Man könnte sich ganz anders kennenlernen, sich gegenseitig helfen und unterstützen. Und es würde jede Menge Spaß-Potential drinstecken!

All das ging mir damals durch den Kopf. Dazu kam die Wahrnehmung einer gewissen Veranstaltungsmüdigkeit (nicht nur) unter Christen und die Frage: Wo bleibt in und (vor allem) zwischen solchen organisierten Treffen das echte Leben? Und es geht doch um's Leben, oder?

Ich wollte Single-Freunde und Bekannte anfragen, ob sie neugierig und offen wären für dieses Experiment der „punktuellen WG“. Für ein erstes Ausprobieren, Vorwärtstasten.

Und so geschah es.