von: Patricia

Gemeinschaft to go

Kategorie: Community


Demnächst fahre ich – wie so häufig in den letzten Jahren – nach München, um nach meiner pflegebedürftigen Mutter zu schauen. Wieder frage ich mich, wo ich in der Zeit übernachten kann. Ja, es gibt Hotels und Pensionen, Couchsurfing und Haustausch, airbnb und wimdu und eine Vielzahl kommerzieller Plattformen, auf denen man ein Schlafplätzchen suchen kann.

Nichts gegen eine Gewinnerzielungsabsicht im Allgemeinen. Nur: Ich fände es so viel schöner, bei jemandem zu übernachten, mit dem ich morgens zusammen frühstücken und einen Tipp für den Stadtbummel kriegen könnte oder auch mal ermunternden Zuspruch. Ein anderes Netzwerk organisiert sowas über eine Übernachtungsliste. Da stehen alle nach Postleitzahl geordnet drauf, die eine Übernachtungsmöglichkeit prinzipiell anbieten – auf der Luftmatratze oder im Gästezimmer, in Gesellschaft von Katzen oder einem lärmenden Teenager nebenan, für eine Nacht oder mehrere, öffentlich erreichbar oder nur mit PKW. Dann fragt man einfach an, der andere behält die Freiheit, im konkreten Fall ja oder nein zu sagen.  Dort klappt das wunderbar.

Könnten wir sowas nicht auch bei Solo&Co hinkriegen? Gastfrei werden – so wie es Abraham mit seinem liebenden Blick vormacht (Genesis 18, 1-8). Und dabei spüren, als Gastgeber wie als Gast, wie bereichernd Gemeinschaft sein kann. Letzten Sommer deckte Uta aus dem Netzwerk in Ostfildern den Tisch reich für uns. Das war schön. Nein, es braucht kein Kalb und auch keinen selbstgebackenen Brotfladen, nur Offenheit für den Anderen.

Schlimmstenfalls begegnet man Irritierendem. Na und? Mindestens weiß ich dann schon mal, was die eigene Routine stört. Ein ideales Übungsfeld also für uns Singles mit der Sehnsucht nach Gemeinschaft. Was meint ihr zur ‚Gemeinschaft to go‘? Würdet ihr mitmachen? Wie müsste sowas aussehen? Schreibt eure Gedanken an news@soloundco.net. Wir kommen hier darauf zurück.