Die Willensbekundungen | Astrid

Kategorie: Compass


Seit Jahresbeginn beschäftigen wir uns mit den grundlegenden Werten unseres Netzwerkes. Wir haben das Dreieck betrachtet, das um Römer 12,1.2 liegt. Die Linien des Dreiecks sind unsere Grundwerte Liebe, Gemeinschaft und Reich Gottes.

Dazu gehören nun auch die Willensbekundungen, die wir am Beginn unseres gemeinsamen Weges ausgedrückt haben. Sie beziehen sich auf die verschiedenen Beziehungsebenen, in denen wir leben: die Gottes­be­ziehung, die Beziehung zu unseren Glaubensgeschwistern und zu den Menschen, mit denen wir in unserem Alltag zusammenkommen.

Wir wollen einander helfen:

·         Gott mehr zu vertrauen,

·         ihm besser zu gehorchen

·         und ihn mehr zu lieben.

Immer mehr, immer besser – für manche klingt das wie der Drang nach Perfektion. Das aber ist nicht gemeint. Gott mehr zu vertrauen und zu lieben, ihm besser zu gehorchen – das ist Ausdruck unserer Sehnsucht, immer mehr hineinzuwachsen in das, was Gott für uns bereit hat. Wir wollen, dass sich unser Leben immer mehr entfaltet in das Bild, das Gott von uns hat. Die Fülle des Lebens, die Jesus uns versprochen hat (Joh.10,10) wird dort freigesetzt, wo wir in Vertrauen, Gehorsam und Liebe zu Gott leben.

Wir wollen einander geben:

·         Zuwendung und Korrektur, um persönlich und geistlich zu wachsen;

·         Zugehörigkeit, Heimat und Schutz.

Ganz am Anfang unseres Weges lernten wir: Z+K = W. Das heißt, wir brauchen Zuwendung und Korrektur, damit wir charakterlich und geistlich wachsen können.

Wo bekommen wir dies als Singles außerhalb vom Berufs- und Arbeitsleben? Um zu reifen und zu tragfähigen Persönlichkeiten zu werden, brauchen wir das, was Verheiratete (hoffentlich) in ihrer Ehe haben. Wir können es einander schenken. Wir wollen einander zum Wachstum und zur Reife helfen.

Und hier haben wir ein wichtiges Schlüsselwort für unser Netzwerk: einander.

Hier sind nicht die einen, die für die anderen alles haben und machen und organisieren und geben. Nein, auch wenn es welche gibt, die beruflich für das Netzwerk arbeiten, um es zu ermöglichen, so haben wir doch alle und jede/r etwas einzubringen und beizutragen, damit wir einander zu Helfern und Freunden werden. Es gilt immer: Wir sind, was wir gemeinsam gestalten.

Wir wollen Menschen sein, die

·         miteinander das Leben teilen,

·         gemeinsam beten und feiern

·         andere zu einem Leben in der Freude des Glaubens einladen.

Ein anderes Kernwort ist „Leben teilen“. Gemeinschaft beginnt nicht erst dann, wenn wir ein Haus oder eine Wohnung teilen. Auch über Entfernungen hinweg können wir Leben teilen, einander Anteil geben an dem, was uns bewegt, füreinander da sein im Gebet, Ressourcen teilen. Es gibt so vieles, was unser Leben ausmacht und was wir miteinander teilen können.

Beten und Feiern – zwei „Kerngeschäfte“ in unserem Netzwerk. Wer schon länger dabei ist, hat das vermutlich schon erlebt und dazu laden wir immer wieder ein. Und wenn wir so leben, dann werden wir sicher auch andere anziehen und können ihnen von unserer Freude des Glaubens mitteilen.

Das Dreieck und diese Willensbekundungen sind „Fundamentsteine für das gemeinsame Haus, in dem wir in sehr verschiedenen Räumen leben können. Sehr unterschiedliche Menschen können in unter­schiedlicher Ausprägung und Konkretion Leben miteinander teilen, Gemeinschaft gestalten und daraus Leben und Kraft empfangen.“ So heißt es in unserem Grundlagenpapier. Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder vergegenwärtigen, was uns als Netzwerk prägt und wozu wir unterwegs sind.