Schönes Dossier über Singles in Aufatmen | Patricia

Die Zeitschrift stellt Ergebnisse der Single-Studie vor und beleuchtet Themen daraus näher …

Das Magazin Aufatmen aus dem Bundesverlag, das einmal im Quartal erscheint, hat in der aktuellen Ausgabe ein sehr informatives Dossier rund ums Singlesein zusammengestellt. Vielleicht winkt der eine oder andere Single gleich ab, denn wie sich Singlesein anfühlt, weiß man doch selbst am besten. Stimmt. Aber: Vielleicht wäre es hilfreich, den verheirateten Bekannten und Freunden das Heft in die Hand zu drücken, wenn die durch Nicht-Verständnis oder Sätze wie „Ich beneide dich“ nerven. Und noch nützlicher wäre es, dem Pastor oder Gemeindeleiter mal ein Heft zu überreichen, auf dass ihm ein Licht aufgehe.

Gemeinde sollte kein Ort sein, wo wir mit unseren Sorgen allein bleiben und uns mit Heuchelei begegnen. Lena Schneider

In diesem Kontext haben mir zwei Beträge im Heft besonders gefallen. Psychologin Lena Schneider stellte in ihrer freien evangelischen Gemeinde fest, dass kaum je darüber gesprochen wird, wie es den Singles wirklich geht und mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben. Sie findet: Deshalb will sie Sprach-Räume für Singles schaffen, in denen authentischer, ehrlicher und offener Austausch möglich ist – auch über unpopuläre Themen wie Neid, Angst und Zweifel und dem Ringen mit der christlichen Sexual-Ethik. In ihrer Gemeinde initiierte sie eine zehnwöchige Reihe von Gesprächsabenden und erntete viel Zuspruch dafür. Wer macht das nach?

Singles fordern in Verkündigung und Leben mit Recht Sensibilität für ihre Lebenssituation. Michael Diener

Michael Diener, Präses des Gnadenauer Verbandes, skizziert in seinem Beitrag, was er aus der Studie an Erkenntnis für die Gemeindearbeit zieht. Ihn erschreckt, dass sich nur die wenigsten christlichen Singles als „versöhnt“ beschreiben und über ein Drittel sich als stigmatisiert erlebt. Die strukturell-organisatorischen wie die theologisch-geistlichen Fragen rund ums Singlesein nennt er eine Leitungsaufgabe, die sich nicht irgendwie nebenher erledigt. Das Auseinanderklaffen von Sein und Schein in Fragen der Sexualmoral liest er als Aufforderung an christliche Gemeinden, sich theologisch verantwortlich und zugleich lebensrelevant um Antworten zu bemühen. Gemeindliche Angebote müssten vielfältige Andockmöglichkeiten auch für Singles bieten. Dort, wo Verkündigung und Lehre die Lebenswirklichkeit von Menschen ernstnehmen und annehmen, fühlen sich auch die Alleinlebenden gut aufgehoben.

Alle Themen und Autoren des Dossiers gibt’s im Download.

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