Ich hab‘ hier was entdeckt | Astrid

Die Studie mit 242 Seiten liegt vor mir. Liest man sowas von vorne bis hinten? Kann man, muss man aber nicht! Ich stelle mal das erste Fundstück vor ...

Kostbare Fundstücke entdeckt man schon auf den ersten Seiten bei den klugen und anerkennenden Stellungnahmen aus Kirchen, Gemeindeverbänden und Werken. Das macht Hoffnung.

Dann habe ich mal hinten weitergelesen – im Kapitel 7 mit der Überschrift „Single ist nicht gleich Single“. Ok, das habe ich mir vorher auch schon gedacht ;-). Aber im Rahmen der Studie wird das gründlich entfaltet. In diesem Kapitel haben die Verfasser acht Typen konstruiert im Blick auf Geschlecht, Alter (unter 40 und über 40) und Zufriedenheit.

Was denkst du, wie groß ist die Gruppe der Zufriedenen und wie groß die der Unzufriedenen? Wie verhalten sie sich zu einander? Und wie sieht es bei Frauen und Männern, bei jüngeren und älteren aus?

Um dir ein grobes Bild der Stichprobe zu geben: 3.214 Singles haben mitgemacht, davon sind 69 Prozent weiblich und 31 Prozent männlich. 62 Prozent sind unter 40 Jahre (jünger) und 38 Prozent über 40 Jahre (älter) alt.

Also: Was schätzt du?

Insgesamt ist die Unzufriedenheit mit dem Singlesein gar nicht so ausgeprägt, wie man denken könnte. Die Mehrheit, 1.793, ist zufrieden, 1.421 schätzen sich als unzufrieden ein. Dabei gibt es allerdings bedeutsame Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Unter den Frauen sind 1.326 eher zufrieden und 916 unzufrieden. Bei den Männern stehen 467 Zufriedene 505 Unzufriedenen gegenüber.

Jetzt kannst du natürlich sagen: Aber es gibt ja immer Dinge mit denen man zufrieden ist und welche mit denen man unzufrieden ist. Ja, genau. Die Details dazu werden in der Studie entfaltet. Da geht es dann um Themen wie Beruf, Freizeit, Wohnsituation, Freundeskreis, Gemeinde und Glaubensleben u.ä.

Was denkst du, ist die größte Gruppe? Welche die kleinste?

Die größte Gruppe sind die zufriedenen jüngeren Frauen (unter 40). Von 3.214 Befragten gehören 774 dazu. Das ist für sich schon ‘ne Menge, finde ich. Die kleinste Gruppe sind: die zufriedenen Single-Männer jenseits der 40, das sind gerade mal 159.

Insgesamt ist zu erkennen: Es gibt bedeutsame Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Unter den Frauen sind 1.326 eher zufrieden und 916 eher unzufrieden. D.h. deutlich mehr sind zufrieden. Bei den Männern stehen 467 Zufriedene 505 Unzufriedenen gegenüber. Die Unzufriedenen sind die Mehrheit.

Hier sehe ich eine große Herausforderung: Wie können die zufriedenen Single-Männer die anderen anstecken, motivieren, inspirieren, herausholen aus der Einsamkeit, die unter Männern erschreckend häufig ist? Wie können wir da Verbesserungen ermöglichen?

Wenn ich beim Thema Zufriedenheit bleiben will, dann kann ich mir das 2. Kapitel der Studie vornehmen. Da wird das Thema gründlich entfaltet. Hier nur ein Aspekt: Die christlichen Singles sollten ihre Zufriedenheit auf einer Skala von 0 (gar nicht zufrieden) bis 10 (völlig zufrieden) eintragen. Wie viel Prozent schätzt du, tragen sich in der oberen Hälfte (6-10) ein, und wie viele sind „ganz oben“ (8-10)?

Die Mehrheit der Befragten ist zwar in der oberen Hälfte zu finden, bei den Spitzenwerten (8-10) sind es dann aber „nur“ 38 Prozent, immer noch mehr als ein Drittel. Damit unterscheiden sich die christlichen Singles deutlich von der Gesamtbevöl­kerung, die sich – laut einer Albus–Studie von 2016 – zu 69 Prozent bei den Spitzenwerten 8-10 verortet.

Hier kannst du jetzt ganz persönlich weitermachen: Wo würdest du dich eintragen? Und warum? Welche Faktoren bestimmen deine (Un-)Zufriedenheit? Und wie kannst du das beeinflussen?

Foto: Michael Dziedzic on Unsplash