Zelten bei 35 Grad im Schatten | Claudya

Warum die Zeltstadt gerade was für Singles ist ...

Und dann gibt’s noch nicht mal so richtig Schatten. Das war schon ein besonderer Sommer. Für uns im Dorf der Alleinreisenden auf der diesjährigen Zeltstadt war das Wetter nur einer von vielen Gründen, uns in der schattigen Dorfmitte zusammenzufinden, gemeinsame Ausflüge ins Freibad zu organisieren oder lange, laue Sommernächte zu verquatschen.

Die Zeltstadt in Neufrankenroda im sehr ländlichen Herzen Thüringens hat sich in ihren 18 Jahren fest als christlicher Familienurlaubs-Event etabliert und hört nicht auf zu wachsen. Naturnah, bunt, lebendig, kinderreich und immer mit einem anspruchsvollen Programm von früh bis spät zieht sie Menschen aus allen Richtungen, aus allen Lebenswegen und ganz verschiedenen Kirchen an. Gemeinschaft ist wichtig auf der Zeltstadt, deshalb leben die inzwischen über 2000 TeilnehmerInnen in Dörfern mit je 50 bis 100 Menschen zusammen. Für das Gelingen des Dorflebens engagieren sich in jedem Dorf meist zwei Ehepaare - die „Dorfeltern“. Das Wetter, die praktischen Herausforderungen des Campinglebens und die Suche nach Gottes Nähe bringen uns Menschen auf der Zeltstadt einander näher, aber zwischen vielen Gemeindegruppen und Familien gab es lange Zeit auch eine Personengruppe, die sich in der Masse verloren fühlen konnten: Singles und Alleinreisende.

Es begab sich daher auf der Zeltstadt im Jahr 2012, dass an Astrids damaligem Single-Stammtisch die Idee eines „Single-Dorfes“ geboren wurde. Mich hat die Idee von Anfang an so begeistert, dass ich mich spontan als Single-Dorfmutter zur Verfügung stellte. Auch das Leitungsteam der Zeltstadt war angetan, und so gibt es seit 2013 ein Dorf für Alleinreisende und Singles – und für alle Menschen, die eine lebendige und fröhliche Gemeinschaft suchen. Auch das eine oder andere Ehepaar hat schon mit uns im Dorf gelebt. Wir leben als Dorf zusammen, kochen und essen gemeinsam, reden, feiern, helfen einander und sind füreinander da. Über die Jahre haben sich Freundschaften entwickelt und – es bleibt natürlich nicht aus – auch Paare gefunden. Für so ein besonderes und gesegnetes Projekt nehme ich gern die Sommerhitze in Kauf (oder auch mal Regen und Wind) und freue mich jetzt schon auf unser Alleinreisenden-Dorf 2019, auf alte Bekannte und neue Gesichter.

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