WELTWEIT - WEIHNACHTEN – WÄRME

Ob wir es mögen oder nicht, Weihnachten kommt! Das erlebt auch Missionarin Bettina Mütze in Äthiopien.

Weihnachten – das Fest, das mit Sicherheit auch diesmal unser Jahresende schmücken wird. Weihnachten in Äthiopien feiern wir im 4. Monat mitten in der warmen und trockenen Jahreszeit. Nun braucht man keine Sorge mehr zu haben, beim Gang in die Stadt vom nächsten Regenguss überrascht zu werden. Die steigenden Preise bei Zwiebeln und Knoblauch sowie das Geblöke der Schafe an den Marktplätzen helfen mir bei der inneren Einstellung auf Weihnachten.

Wer – wie die meisten meiner Freunde – einen Verwandten auf dem Land hat, bittet diesen doch zumindest ein Huhn mitzubringen, denn dort kostet es nur die Hälfte. Auch der Anblick von Kleinbussen mit auf’s Dach gebundenden Hühnern oder Schafen, die durch die lodernde Hitze der Trockenzeit reisen, erinnert mich an das bevorstehende Fest.

Die frischen, grünen Kaffeebohnen werden um diese Zeit teurer, denn wer will am Weihnachtsfest ohne diesen köstlichen Duft des Röstens sein? Und wenn das Fest unmittelbar vor der Tür steht, gibt es die Büschel von langen, grünen Grashalmen direkt vor der Kirche zu kaufen. Damit wird am Festtag der Fußboden dekoriert.

Nun ist Weihnachten – „Genna“, wie wir in Äthiopien sagen – am 7. Januar im abendländischen Kalender, am Ende des Monats Tahsas, dem vierten von 13 Monaten des Kalenders, nach dem hier alles läuft. Wir schreiben auch nicht das Jahr 2021, sondern haben vor etwa vier Monaten den Jahreswechsel zwischen 2013 und 2014 des amharischen Kalenders gefeiert.

Die Konfrontation mit einer ganz anderen Fest-Kultur, als Single in einem fremden Land, war schwer für mich in den ersten Jahren. Wenigstens an den Feiertagen sollte doch endlich mal wieder „alles normal sein“. Doch den deutschen ‚Heiligabend‘ kennt kaum jemand, weltweit gesehen. Selbst die Dänen, wo er fester Bestandteil des Festes ist, feiern ihn anders, und die Amerikaner begehen eigentlich nur den 25. Dezember.

Und doch hatte dieses „anders“ auch gleichzeitig etwas Befreiendes. Von den Traditionen loszulassen. Auch hier alles zu hinterfragen. Leben in einer anderen Kultur fordert ständig heraus, Dinge zu hinterfragen.

Und dann begegne ich in der Stadt einem Straßenverkäufer. Durch meine weiße Hautfarbe keimt Freude auf bei ihm. Er bietet mir seine neueste Ware an, passend zur Saison: einen aufblasbaren, dickleibigen Mann in einem roten Mantel! Einen Weihnachtsmann! Ich muss lachen. Haben es die westlichen Traditionen tatsächlich auch bis hierhin geschafft! Einen Weihnachtsmann – bei guten 30°C! Dieser rote Dickmann hat nichts mit Weihnachten zu tun, das weiß ich. Und doch kaufe ich ihn, denn irgendwie erinnert er mich an Heimat…

 

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