Was kann dir in Schwierigkeiten helfen?

In der Passionsgeschichte rund um das Leiden Jesu hat Astrid Eichler vier Dinge entdeckt, wie sich Leben besser meistern lässt.

Was kann dir helfen, schwierige Lebenssituationen zu bestehen?

Ich lerne von Jesus. In der Passionszeit klingt das besonders auf und bewegt mein Herz. Ich lade dich ein, das in diesen Tagen aufzunehmen und zu bedenken.

Es wird uns berichtet, wie Jesus in seiner schwierigsten Lebenssituation am Abend des Verrates und seiner Festnahme betet: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst! (Markus 14, 36)

Vier Elemente entdecke ich, die ich mir für ein Gebet, aber nicht nur dafür, sondern für mein Verhältnis zu Gott wünsche.

Jesus steht in einer engen Beziehung zu Gott als Vater, als Papa. Abba, das ist der zärtliche Ruf, wie bei uns Papa. Er hat eine Herzensnähe zu Gott.

Meine Frage: Wie steht es bei dir mit dieser Herzensnähe? Kannst du darin leben oder gibt es Hindernisse, Verletzungen, Altlasten, die das behindern? Wie wäre es, wenn du Schritte unternimmst, um diese Altlasten loszuwerden... Es gibt eine unsagbare Geborgenheit, wenn ich zu Gott „Papa“ sagen kann.

Jesus traut Gott alles zu. Es gibt keine Beschränkungen der Macht Gottes. Alles ist Ihm möglich.

Meine Frage: Wie steht es mit deinem Vertrauen zu Gott und in Seine Möglichkeiten? Haben wir daran nicht alle schon mal gezweifelt? Ihm ist alles möglich! Ja. Aber nicht immer nutzt Er alle Seine Möglichkeiten. Ich höre in mir die Stimmen derer, die einige Stunden später unter dem Kreuz stehen und rufen, Jesus solle doch vom Kreuz herabsteigen (Markus 15, 29-32). Er tut es nicht, weil Seine Absichten weiter reichen als (nur) im Moment Seine Macht beeindruckend zu beweisen.

Jesus bringt seine Bitte vor. Er möchte das Leiden nicht. Nein, auch Jesus wünscht sich, dass er nicht leiden muss und bittet Gott darum. Aber das Leiden geschieht nicht um seiner selbst willen.

Meine Frage: Wie steht es bei dir mit deinen Bitten? Bringst du sie vertrauensvoll zu Gott? Oder bist du viel zu sehr damit beschäftigt, alles selbst schaffen zu müssen?

Jesus gibt sich Gott hin und vertraut sich ganz Seinem Willen an. Sein höchstes Ziel ist nicht sein Wohlergehen, sondern dass der Wille Gottes geschieht.

Meine Frage: Wie steht es bei dir? Was ist dein Ziel in deinen Gebeten und deinem Leben? Dass es dir gut geht und Gott alles dafür tut? Oder dass der Wille Gottes geschieht und Sein Reich sich ausbreitet?

Ich empfinde es gerade in dieser Zeit als große Herausforderung, dass wir ganz neu tiefe Geborgenheit bei unserem Vater, unserem Papa finden, Ihm vertrauen, uns Ihm ganz hingeben und im Gebet dafür einstehen, dass Seine Absichten sich erfüllen und Sein Wille geschieht.

Astrid Eichler, Leitung der Geschäftsstelle