Solo aber nicht allein | 8

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Wie bekommt man Glaube, Tod und Leben zusammen?, fragt Eggers, Verleger, Geschäftsführer der SCM-Verlagsgruppe und 1. Vorsitzender von „Willow Creek Deutschland“. Er hatte sich früh infiziert. Geantwortet haben ihm Stephan Holthaus, Ingolf Ellßel, Christoph Zehendner, Claudia Filker, Hanspeter Wolfsberger, Ulrike Bittner, Peter Höhn, Birgit Schilling, Thorsten Dietz, Jürgen Werth, Astrid Eichler, Nicola Vollkommer, Michael Herbst, Ulrich Wendel, Martin Schleske, Peter Strauch, Ulrich Parzany, Bernhard Meuser und Ansgar Hörsting.

„Corona steht ja für all die real vorhandenen Krisen und Verunsicherungen unseres Glaubens quer durch alle Zeiten,“ schreibt Eggers im Vorwort. Und stellt in seinem eigenen Beitrag grundsätzliche Fragen, wie die, "wer Gott ist – und auf welche Weise er verlässlich ist. Gerade in Krisen brauchen wir eine warme, belastbare, offene Beziehung zu ihm. Und er hat versprochen, dass er sich finden lässt, wenn wir ihn suchen – wie aber kann das gehen? Welche Erfahrungen haben da andere gemacht? Was ist frommer Spruch – was belastbare Lebenserfahrung? Und wie mag diese Krise wohl aus dem Blickwinkel Gottes aussehen – redet er durch sie, vermittelt Corona uns allen eine Botschaft? (...)

Wichtige Zutaten ...

Glaube in der Krise lebt auch von guter Einsicht und bewährten Verhaltensweisen. All das trägt zum Durchkämpfen von Krisen-Situationen bei:

Die Segel reffen im Sturm – eine Krise bewusst annehmen und sich nicht überlasten mit Nebenthemen.

Bewusst Tag für Tag leben – und sich nicht von den Sorgen morgen und übermorgen und in der Langfrist-Perspektive Kraft nehmen lassen.

Den Tagen Rhythmus geben – sich einen Plan machen und ihn einhalten, Lasten und Freuden einteilen – Ruhen und Tun, Bogen und Verlauf achten.

Die Situation umarmen – und nicht verdrängen oder nicht wahrhaben wollen. Was ist jetzt dran? Was gilt? Im Annehmen liegt Frieden und Kraft und Fokus. Für und gegen das Richtige kämpfen lernen.

Sich Gutes tun – Dankbarkeit und Vorfreude sind für mich die großen Glücks-Tugenden des Lebens. Wofür kann ich jetzt Danke sagen, worauf kann ich mich heute freuen? Weiser Medienkonsum: Was baut mich auf, was zieht mich runter? Was ernährt Seele und Geist? Information ist gut und wichtig – Über-Konsum von schlechten Nachrichten verzerrt meine Wahrnehmung. Ich muss nicht das Leid der gesamten Welt bewältigen.

Den Glauben ernähren – aussprechen, was ist. Denn Beten bedeutet das Ausschütten meines Herzens vor Gott und ist konstantes Gespräch. Gutes lesen, Bibelverse, Liedtexte. Meine Glaubens-Hymnen hören oder singen, die mich trösten und aufbauen.

Familie und Freunde – sind meine Beziehungen so in Ordnung und bereinigt, dass Freundschaft und Familie jetzt stärken? Bereit sein für eine Krise – das Wesen der Krise ist die Überraschung. Bin ich vorbereitet – in meinen Beziehungen, mit Kindern und Freunden, mit meinem Besitz, mit dem, was zu ordnen ist nach mir? Bereitsein entlastet und fokussiert für den Kampf.“

Astrid Eichler schreibt in ihrem Beitrag über den neuen Geist der Kindschaft, über den Unterschied zwischen kindlich und kindisch sein und hofft auf eine Verwandlung der ganzen Schöpfung, die erschüttert wird, damit nur das Ewige bleibt. Sie baut auf den, der liebender Vater und das „verzehrende Feuer“ ist. (Hebräer 12,29).

Das Buch ist bei SCM erschienen, hat 160 Seiten und kostet 12,99 Euro. Leseprobe