Gott spricht – aber wir hören nicht genau hin

Silke hält die Beter im Netzwerk zusammen …

Im Netzwerk gibt es eine Reihe von Menschen, die eher im Hintergrund wirken. Einer dieser Menschen ist Silke, 47, Lehrerin, bewusst ehelos und in Gemeinschaft lebend, in der württembergischen Landeskirche beheimatet. 2009 stieß sie zum Netzwerk, das damals noch EmwAg e.V. hieß, seit 2012 engagiert sie sich im Regionalteam und wirkte bei Themen-Wochenenden mit. Eines Tages spürte sie bei Exerzitien den deutlichen Ruf, das Netzwerk durch’s Beten mitzutragen.

Seitdem hält Silke die Menschen zusammen, denen es am Herzen liegt, Solo&Co im Gebet zu unterstützen. Einmal im Monat schreibt sie eine Gebetsmail an etwa 20 Menschen, die meisten stammen ursprünglich aus Spurgruppe/Trägerkreis. Sie ermutigt und motiviert in einem Eingangsimpuls einerseits immer wieder neu zum Beten und sammelt zum anderen die Anliegen aus dem Netzwerk. Manchmal machen Veranstaltungen im Vorfeld Sorgen oder Regionalteams kämpfen mit dem Mangel an Mitarbeit oder Resonanz. Manchmal ringt auch ein Einzelner mit einer herausfordernden Lebenssituation. Oder die Leitung von Solo&Co bittet um Unterstützung durch‘s Gebet der Gruppe, weil Entscheidungen von Tragweite anstehen – etwa im Prozess der Organisationsentwicklung. Beim Hören auf das, was Gott vorhat und was wichtig sein könnte, beim Gott zugewandten Hinhören auf das, was wesentlich ist, taucht manchmal auch ein Bild auf. Das gibt Silke dann auch weiter. Daneben gibt es noch eine kleinere Gruppe von SOS-Betern, die sich auf Silkes Ruf hin Zeit nehmen für ein längeres Gebet und ganz private Anliegen „umbeten“.

Silke leitet auch Gebetszeiten morgens beim Trägerkreistreffen. „Das ist was ganz Wertvolles, weil ich da den Betern auch konkret begegnen kann. Wenn viele zusammen sind, die das Gebet auf dem Herz haben, dann ergibt sich eine ganz berührende und besondere Atmosphäre. Da ist einfach eine größere Bahn, auf dem der Heilige Geist landen kann. [lacht] Die Atmosphäre öffnet sich stärker, wenn mehr Menschen miteinander beten.“

Beim letzten Netzwerktreffen machte sie eine besondere Erfahrung: Zwar konnten sie und andere nicht dabei sein. Und dennoch nahmen viele Beter im Vorfeld und auch völlig unabhängig voneinander im Gebet wahr, wofür sie beten sollten, ohne dass sie schon ein konkretes Anliegen genannt bekommen hatten.

Silke würde sich freuen, wenn noch mehr Menschen aus den Regionen Anliegen schicken, die das Netzwerk betreffen. Je konkreter man weiß, worum es geht, desto einfacher ist es, so Silke. Welche Rolle das Gebet in ihrem eigenen Leben spielt, erzählt Silke hier. [Teil II]

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