Gedanken einer Gärtnerin

Kategorie: Community


Als im Februar 2016 das damalige Leitungsteam zusammensaß, wurde deutlich, wenn wir in fünf oder zehn Jahren nicht nur zusammensitzen und uns schöne Geschichten von früher erzählen wollen, dann muss sich was verändern. Wenn wir in der Zukunft für christliche Singles Veränderung bewirken und neue Möglichkeiten eröffnen wollen, dann müssen wir in einen sehr bewussten Prozess der Organisationsentwicklung hineingehen. Wir müssen unserem Motto treu bleiben. Dann dürfen nicht immer dieselben Leute immer dasselbe denken. Dann muss es immer wieder etwas Anderes geben.

Über drei Jahre sind seitdem vergangen, vieles hat sich verändert. Wir haben im Newsletter immer mal wieder davon berichtet. Um die Früchte des Nachdenkens und der Erfahrungen der Jahre auch für die Zukunft zu sichern, haben wir die DNA von EmwAg/Solo&Co im Handbuch für Mitarbeitende herausgearbeitet und festgehalten. Es kann im Büro bestellt werden.

Wir haben auch gemerkt, dass die Mitarbeitenden in den Regionen mehr Unterstützung brauchen. Deshalb wurde das Forum Regionen gegründet, das erstmals im Oktober in Bischofsheim/Rhön zusammen war und den früheren Trägerkreis ersetzt. Mehr dazu in einem anderen Post.

Bei aller ‚äußerlichen‘ Veränderung bleibt eine Einsicht wirkmächtig: Wir sind davon überzeugt, dass das Reich Gottes nicht gebaut wird, sondern wächst. Das heißt, wir vertrauen auf organisches Wachstum, wir erzwingen nichts. Wir haben Geduld für Wachs­tums­prozesse, sowohl im Leben einzelner als auch in unseren Teams und im gesamten Netzwerk. Wir leben mit der Nicht-Machbarkeit dessen, was wirklich wichtig ist, und halten unser Herz offen für das Handeln des Herrn. So erleben wir immer wieder Wunder mitten in unserem Tun. So steht es auch im Handbuch für Mitarbeitende. Die Quelle dieser Überzeugung sind vor allem die Reich-Gottes-Gleichnisse von Jesus, etwa das von der selbstwachsenden Saat oder das vom Senfkorn (Markus 4,26-32).  

Gerade kam in Göttingen das Leitungsteam von Solo&Co zusammen. In dieses Treffen war die Mitglie­der­versammlung von EmwAg e.V. eingebettet. Zum Prozess der vergangenen Jahre gehört auch, dass sich der Verantwortungsbereich des Vereins ausweitet – über das Netzwerk Solo&Co,  mit immer mehr Mitarbeitenden, Initiativen und Projekten, hinaus auf die Fachstelle Gemeinschaft.

Also haben wir die gemeinsame Zeit als Garteneinsatz verstanden. Wir wollen umsichtig planen und achtsam sein, damit erfülltes Leben sich ausbreiten und kraftvoll in die Breite und Tiefe wachsen kann. Der Verein mit seinen Mitgliedern ist herausgefordert, mehr Tragkraft zu entwickeln und Vorstand und Leitungsteam in den Aufgaben zu unterstützen. Hierfür gibt es schon einige Ideen, die in den nächsten Jahren Gestalt gewinnen sollen.

Nach Ablauf der dreijährigen Wahlperiode stand die Neuwahl der Vorsitzenden an. Schon lange war klar, dass ich nicht mehr für den Vorstand kandidieren würde. Es ist mir wichtig, meinen Rückzug aus der allervordersten Reihe schrittweise zu vollziehen, und das ist ein erster Schritt. Ich möchte, dass die Vielfalt wächst und allmählich andere Solo&Co mehr und mehr prägen und gestalten. Bei der Wahl wurde Ulrike Odefey als erste Vorsitzende bestätigt und Rahel Thomas zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Wir stellen sie euch an anderer Stelle im Newsletter vor. Als Beisitzerin wurde außerdem noch Monika Junker aus Bielefeld gewählt. So ist der Vorstand wieder eine Super-Truppe.

Neben dem Vorstand, der die Gesamtverantwortung trägt, gibt es das Leitungsteam (LT), das die konkrete inhaltliche Arbeit für das Netzwerk Solo&Co verantwortet. Hier ist Ulrike Odefey, die von Anfang an dabei war, – im Zug des behutsamen Stabwechsels  – nun ausgeschieden. Susanne Frankholz, Claudia Heise, Monika Junker und Thomas Müller arbeiten mit mir im Leitungsteam bewährt zusammen. Ihr merkt, es gibt hier personelle Überschneidungen. In der momentanen Etappe halten wir es für gut, wenn immer zwei Personen aus dem LT im Vorstand sind. Aber eben nicht mehr die Personen der ersten Stunde, sondern auch andere. So kann alles organisch wachsen und Veränderungen allmählich vollzogen werden. Momentan schauen wir gerade, wer aus dem Netzwerk das Leitungsteam noch ergänzen sollte und könnte.

Bild: Albrecht E. Arnold_pixelio.de