EINSAMKEIT MACHT DICH KAPUTT - Teil 4

Wahrlich keine Überraschung! Medizin, Psychologie, Pädagogik und Politik sind sich einig: Einsamkeit ist nicht gut.

In unserem 4. Teil der Serie Einsamkeit schreibt Astrid Eichler:

Es steht schon in der Bibel: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist (1. Mose 2,18). Aber ist das wirklich alles, was dazu zu sagen ist? Wer in die Bibel schaut, entdeckt hier, wie bei vielen anderen Themen, eine gewisse Spannung. Das Leben ist immer wieder viel komplexer als dass man sagen könnte: Pass auf vor der Einsamkeit. Sie macht dich kaputt!

Mich fasziniert die Kraft, die in Einsamkeit liegen kann. Sie hat damit zu tun, dass die Einsamkeit immer wieder der Ort ist, in dem Menschen Gott begegnen. Die Bibel und die Kirchengeschichte sind voll von Beispielen, wie Menschen in der Einsamkeit von Gott gerufen, korrigiert, beauftragt, zugerüstet werden.

Die Wüste ist der Ort schonungsloser Einsamkeit. Hier erhält Mose seine Berufung. Hier wird Jesus vorbereitet und zugerüstet für seinen Dienst (vgl. Mt. 4). Ohne Einsamkeit keine Vollmacht.

Von Jesus heißt es später: Ganz früh, es war noch Nacht, ging Jesus allein an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk. 1,35 NLB)Seinen Jüngern sagt er: Kommt, wir ziehen uns an einen einsamen Ort zurück, wo ihr euch ausruhen könnt (Mk. 6,2 NLB).

Ja, Einsamkeit kann uns zerstören. Es kann uns aber auch kaputt machen, wenn wir immer auf der Flucht vor ihr sind. Schmerz ist immer ein Signal für etwas, was nicht in Ordnung ist. Und so ist der Schmerz der Einsamkeit für mich ein Signal, dass etwas im Leben „nicht in Ordnung ist“. Diesen Schmerz gilt es nicht (nur) zu betäuben, sondern auf ihn zu hören.

In den Jahren, in denen ich im Gemeindepfarramt – zuständig für mehrere Landgemeinden – tiefe Einsamkeit empfand und daran litt, erlebte ich folgendes: Wieder einmal hatte ich ein seelsorgerliches Gespräch gesucht. Am Ende bot mir mein Gegenüber an, einen Bibelvers zu ziehen. Ich hoffte auf einen wohltuenden Zuspruch, auf Trost und Ermutigung. Was hielt ich in der Hand? „Wenn ich nur dich habe, frage ich nichts nach Himmel und Erde.“ (Ps. 73,25 LUT)

Wie bitte? Nur Gott…? Mir schossen die Tränen in die Augen. Ich fühlte mich ertappt. Wenn ich diesen Satz sagen könnte, dann hätte die Einsamkeit ihre zerstörerische Kraft verloren.

Hier sind wir an einer Schnittstelle zu unserem Thema: Einsamkeit macht krank. Ja, so ist es. Wir brauchen die Verbundenheit mit anderen Menschen. Aber wehe uns, wenn wir meinen, andere Menschen könnten unsere tiefste Einsamkeit stillen. Das eben geht gerade nicht!

Dass Einsamkeit so sehr um sich greift und Menschen zerstört, hat letztlich damit zu tun, dass wir unsere tiefste Bestimmung, die Verbundenheit mit Gott, verloren haben. Die tiefste Einsamkeit unseres Herzens kann KEIN anderer Mensch ausfüllen. Sie ist der Ort, an dem Gott wohnen will. Hier sucht er uns und will unser Leben erfüllen.

Und dann kommt es darauf an, dass wir nicht sagen: „Ach, Gott und ich – das reicht. Damit ist alles gut.“ Nein! Es ist nicht gut, wenn der Mensch allein ist. Was Gott in der Einsamkeit, im Schmerz um die fehlende Verbundenheit in unser Herz hineinlegt, das will er vielfältig mit anderen teilen. Damit will er nicht, dass wir allein sind. Es kommt darauf an, dass wir einsam sind, damit wir Gott in der Tiefe unseres Herzens empfangen. Und dann geht es darum, dass wir Sein Leben in uns mit anderen teilen.

Wer nicht von Gott empfängt, wird immer von anderen Menschen erwarten, dass sie geben, was sie nicht geben können. Das zerstört jede Gemeinschaft und lässt uns einsam zurück. Wer aber von Gott empfängt, ist dazu bestimmt, die anderen zu suchen und sich mit ihnen zu verbinden, damit das Leben, das von Gott kommt, fließen kann. Als Menschen, die von Gott erfüllt sind, werden wir in Gemeinschaft zu den Menschen, die Gott sich gedacht hat.

Zum Nachlesen im Newsletter-Archiv:

Teil 1: Einsamkeit greift immer mehr um sich, so dass sie sogar den Bundestag beschäftigt.

Teil 2: Einsamkeit ist ein Gefühl, das die Ursache in fehlender Verbindung zu Menschen hat. Sie ist vergleichbar mit Schmerz, löst Scham und mitunter körperliche Krankheiten aus. Sie hat tiefgehende Folgen.

Teil 3: Einsamkeit verändert uns als Persönlichkeit und macht es uns und anderen oft schwierig „klarzukommen“.

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