Die unsichtbare Arbeiterin im Weinberg

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Wir hatten im Netzwerk schon eine Weile nach einem Typo-3-Versteher gesucht, als Lina ‚hier‘ schrie. Seither werkelt die 39-jährige Informatikerin, die aus Berlin stammt, aber heute in Lörrach lebt, daran, die Homepage nutzerfreundlicher zu machen. Als erstes musste ein Update der  Content Management Software gemacht werden. Das ging völlig geräuschlos vonstatten, was als Zeichen dafür gelten darf, dass die Programmiererin genau weiß, was sie tut. Der Pinnwand hat sie gerade ein Lifting verpasst. Als nächstes kommt die Landkarte dran, die nicht so funktioniert wie erhofft. Schnell stellte sich heraus, dass der Aufwand allein auf ehrenamtlicher Basis nicht zu machen war, deshalb kriegt Lina für manche Leistungen ein Honorar.

Ihr Brot verdient Lina in Teilzeit bei einer Web-Agentur, die ihr das Programmieren im Home Office ermöglicht. Anders wäre ihre Lebenssituation nicht zu bewältigen, denn Lina pflegt seit zwei Jahren ihre schwerkranke Mutter, die immer hilfsbedürftiger wird. Lina wohnt mit ihr zusammen und ist – nach kurzer Studenten-Ehe – schon lange Single, aber ein Partner fehlt ihr trotzdem nicht.

Zwei Entscheidungen haben ihr Leben von Moll zu Dur verändert: Die eine betrifft das schneeweiße Paketchen auf ihrem Arm, den Bichon frisé, in Deutsch: gekräuselter Schoßhund. Mit dem fröhlich aufgeweckten und ungestümen Benny an ihrer Seite kann Lina erzieherische wie fürsorgliche Seiten ausleben, knuddeln und unbeschwert sein. Die andere ist ihre ganz bewusste Entscheidung für Christus und die Baptisten-Gemeinde. Sie entfaltet Segen. In deren Single-Gruppe konnte sie andocken. Und in der Gemeinde findet sie Unterstützung auch im Notfall.

Sie weiß, dass ihr Versöhntsein mit dem Stand nicht ganz selbstverständlich ist. Und so bringt sie sich mit Elan und Gaben bei Solo&Co ein, damit noch mehr christliche Singles erfahren, was für sie schon zum Segen geworden ist.