Das Haus | Astrid

Kategorie: Compass


Die Grafik stammt noch aus den Anfangsjahren von EmwAg und zeigt sehr gut, was wir meinen, wenn wir dazu motivieren wollen, verschiedene Formen von Gemeinschaft zu entwickeln. Da gibt es nicht das Eine oder _das_ Richtige, sondern immer noch was Anderes. Es kommt darauf an, wer mit wem wo wozu was entwickelt und einlädt. Es ist hilfreich zu wissen, wo man selbst oder eine Gruppe gerade ist, damit nicht falsche Erwartungen entstehen. Das Haus kann helfen, eine Situation zu analysieren oder auch Wünsche und Erwartungen zu klären.

Da haben wir unten den Saal – offen für alle. Jeder kann „von draußen“ reinschauen und auch einfach so reinkommen. Die Themen-Wochenenden, Solo&Co ON TOUR, Urlaubszeiten für Singles, Forum Single bei SPRING, die meisten Regionaltage oder Stammtische sind im Saal zuhause. Hier lernen Singles Solo&Co kennen, können sich umschauen und andere finden, die in vergleichbarer Lebenssituation sind, ähnliche Fragen haben und vielleicht auch jemand suchen, mit der/dem sie in den Urlaub fahren könnten. Hier ist Bewegung drin, da kommen und gehen Leute …  Immer wieder neue Leute, das hat seinen Reiz und kann eine Last werden.

Deshalb gibt es in unserem Haus auch Wohnzimmer. Hier kann man sich mit und in einer Gruppe treffen, die nicht öffentlich ist. Hier finden sich welche, die regelmäßig zusammen in der Bibel lesen, kochen oder miteinander spielen, Interessen- oder Austauschgruppen zum Beispiel zu den „Vier Sonntagen mit Solo&Co“. Hier kann nicht jederzeit jeder dazukommen. Gelegentlich wird ein Wohnzimmer geöffnet oder jemand persönlich eingeladen – wie im echten Leben eben. Hier entwickelt sich tiefere Gemeinschaft, hier kann Vertrautheit wachsen, hier findet man vielleicht die Menschen, mit denen man sich noch enger verbinden will und dann in die Dachstube „umzieht“.

Unterm Dach machen sich Menschen, die miteinander verbunden sind, verbindlich. Sie treffen konkrete Vereinbarungen und haben im Blick, vielleicht auch längerfristig zusammenbleiben zu können. Hier entsteht Lebensgemeinschaft, die wiederum sehr unterschiedlich aussehen kann. Da gibt es die, die sich schon lange kennen und dann entschieden haben: „Lasst uns Lebensgemeinschaft werden“ oder die, die sich im Saal kennengelernt haben und miteinander vereinbart haben: „Lasst uns eine Zeit miteinander gehen. Mal sehen, was daraus wächst.“ Da gibt es welche mit einem gemeinsamen Projekt bzw. Dienst und die, die einfach „nur“ einander zum Leben dienen. Da gibt es keine Vorschriften, nur Anregungen und den großen Reichtum, den wir im Netzwerk haben: Wir können voneinander lernen. Hier setzt der Dienst der neuen Fachstelle Gemeinschaft [www.fachstellegemeinschaft.net] ein: Damit Gemeinschaft gelingen kann. Denn Gemeinschaft wird nicht „von selbst“ und nicht „einfach so“. Gemeinschaft ist wie ein Garten, der Mühe und Arbeit braucht und in dem dann auch viel Freude wachsen kann.

Wenn du das, wovon du träumst, noch nicht gefunden hast, denk‘ nicht frustriert: Ich muss eben allein fertig werden. Zieh‘ dich nicht einsam zurück. Auch im Saal gibt es immer wieder Ecken oder Nischen, in denen es Sternstunden von Gemeinschaft geben kann. Halt deinen Traum lebendig und bleib dran. Es gibt noch viele „Träumer“. Lass uns entdecken, was die Träume von Gemeinschaft noch verhindert.