Allein gegen die Einsamkeit?

Hat während der Corona-Pandemie das Einsamkeitsempfinden zugenommen?

Während der Corona-Pandemie hat das Einsamkeitsempfinden deutlich zugenommen. Das geht aus einer Befragung des Deutschen Zentrums für Altersfragen hervor. Demnach lag im Sommer der Anteil der sich einsam fühlenden Menschen im Alter von Mitte 40 bis Anfang 90 um 50% höher als im Vorjahr.

Digitale Angebote wie Video-Telefonate oder Zoom-Treffen seien wichtiger geworden. Wer hierbei Unterstützung braucht, kann z.B. das kostenfreie Angebot der Website www.digitaler-engel.org nutzen, die Tipps für Internet, Smartphone, WhatsApp usw. bereit hält.

Wissenschaftler haben die Lebenssituationen von Menschen in der 2. Lebenshälfte ausgewertet. Das Ergebnis verblüfft: Kinderlose Frauen und Männer stehen demnach im Alter bei Einsamkeit und sozialen Kontakten nicht schlechter da, als Menschen mit Familie. Beide Gruppen hätten engeren Kontakt zu etwa vier Personen in ihrem Umfeld. Entscheidend dabei sei es, ob es gelingt, sich ein Netzwerk aufzubauen.

 

Auch Bundestag will Einsamkeit erforschen

Das Thema Einsamkeit bedarf einer grundlegenden Erforschung und einer Antistigmatisierungskampagne, so das Fazit nach einer öffentlichen Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im April dieses Jahres. Die Psychologin Dr. Susanne Bücker wies darauf hin, dass Einsamkeit über die gesamte Lebensspanne auftreten könne. Allerdings seien junge Erwachsene und Menschen im hohen Lebensalter besonders betroffen.

Weitere Risiken seien Armut, Regionen mit hoher Bevölkerungsfluktuation und niederschwelligen Freizeitangeboten.

Guter Rat: Am besten sucht man sich rechtzeitig – am besten vor dem Eintritt ins Rentenalter – ein Hobby, einen Verein oder eine Interessensgemeinschaft, um andere Menschen zu treffen. Oder wird aktiv bei Solo&Co, z.B. in der Regionalgruppe! zur Karte