Erfahrungen mit dem Dinner for One&Co 2020

 

Das erste Dinner for One&Co am 15. Februar 2020, dem Ehrentag der Singles, hat an vielen Orten in Deutschland und der Schweiz ermutigende Resonanz gefunden. Die Solisten trafen sich in Wohnungen, im Restaurant und in gemeindlichen Räumen; manchen gingen auch als Gruppe wandern. 2021 heißt es deshalb wieder: Dinner for One&Co.

Hier kommen ein paar Eindrücke und Bilder von Teilnehmern – ohne vollständig sein zu wollen, denn es gab viel mehr Dinner.

 



In Ahrensburg hatte sich Claudia Heise ein ausgefeiltes Dinner einfallen lassen, der Tisch war elegant gedeckt, selbst ein Menükärtchen fehlte nicht. Seht selbst!


Dani in Dortmund hat ein Krimidinner geplant. Jeder Gast bekam dafür persönliche Hinweise und eine Rollenbeschreibung in die Hand gedrückt. Der Plot:

 

Der erfolgreiche Start-up Gründer Max Huber hatte seine alten Schulfreunde zu einem Yachtausflug eingeladen. Plötzlich nahm der Abend eine tragische Wendung, denn Max‘ Frau Elena ist plötzlich spurlos verschwunden. Alle Gäste sind irgendwie verdächtig.

 

Die Dinner-Teilnehmer trugen im Laufe des Abends ihre Erinnerungen zusammen, um dem Täter auf die Schliche zu kommen. Mit jeder Spielrunde wurden weitere Details des Abends und des möglichen Tathergang ins Gedächtnis gerufen … Es gab wenige Spielregeln und keine vorgefertigten Dialoge. Dafür gemeinsames Knobeln und Diskutieren, viel Spaß, Geplauder und Interaktion. Und dazwischen natürlich Nahrung für die Nerven – in fester und in flüssiger Form.


Bianka und ich hatten zusammen vier weitere Frauen um unseren Tisch versammelt: zwei von Solo&Co, eine katholische Nachbarin aus meinem Haus und Biankas Arbeitskollegin ließen sich den Nudelauflauf schmecken. Bianka hatte eine leckere Creme als Nachspeise mitgebracht und für die Deko gesorgt. Wir unterhielten uns rege. Bianka und ich resümierten am Ende, dass es ein harmonischer Abend war. Eine tolle Idee! (... auch wenn es viel Arbeit war!) (Kerstin Öhme)

 

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In München luden vier Frauen andere alleinstehende Frauen ein. Für die Vorbereitung hatten sich immer zwei zusammengetan – auch da wollten sie schon das „Co“ leben. Susanne ist eine dieser vier Frauen und erzählt von dem Abend bei sich:

 

Mein Raclette-Gerät hat acht Pfännchen, damit war die Zahl der Gäste festgelegt. Eine Freundin und ich begannen bereits um 17 Uhr mit den Vorbereitungen. Ab 18 Uhr trudelten die anderen Gäste ein. Eine Frau brachte noch einen Salat, eine andere einen Obstsalat als Nachtisch. Die anderen hatten die Möglichkeit, eine Spende in meine Solo&Co-Spardose einzuwerfen als ihren Beitrag.

 

Wir begannen mit der Sonntagsbegrüßung. Diese kleine Liturgie läutete unser Fest ein. Mit einem Glas Sekt stießen wir auf UNS an. Und dann begannen wir fröhlich Zutaten zu sammeln, Pfännchen zu belegen, Kartoffeln zu schälen, etc. Mein Tisch war für acht Personen plus Raclette Gerät plus diverse Schälchen und Tellerchen dann doch etwas knapp bemessen. Aber das fördert ja die Kommunikation, wenn man sich die Dinge vom Beistelltisch anreichen muss.

 

So brutzelten also im Raclette die Pfännchen und obendrauf auf dem Grill noch zusätzlich Schinken und Zucchini. Plötzlich unterbrach ein unangenehmer Piepston unsere Gespräche. Was war das denn? Ach so, der Rauchmelder… Das Fett vom Schinken war die Ursache… Während ich in den Flur rannte, um die Leiter zu holen, hatte sich meine Freundin schon auf einen Stuhl gestellt und das Piepsen ausgeschaltet. Puh. Es dauerte noch etwas, bis wir durch Lüftung und Temperatur-Regelung die Dämpfe soweit reduziert hatten, dass der Rauchmelder sich nicht mehr meldete.

 

Unserem fröhlichen Beisammensein tat dieser Zwischenfall keinen Abbruch. Einige Gäste blieben noch bis kurz vor Mitternacht. Lebensgeschichten wurden erzählt, Sekt und Wein geleert.

 

Und als die Gäste weg waren, blieb die Gastgeberin erstickt im Chaos zurück? Nein, zum Glück nicht. Die Spülmaschine war bereits durch die fleißigen Gäste weitgehend eingeräumt, große Töpfe gespült. Nur das Raclette, der ausgezogene Tisch und die Klappstühle waren am nächsten Tag noch aufzuräumen. (Susanne Frankholz)


Am Valentinstag war zunächst eine ökumenische Andacht in einer Kirchengemeinde mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im „Orgel-Cafe“. Den Dinner-Abend am nächsten Tag haben wir gemeinsam selbst gestaltet.

 

Was war besonders? Unser Dinner-Abend mit acht Personen fand bei Hannelore auf dem Lande statt. Nicht sie, sondern wir hatten uns eingeladen. Nein, es war keine „feindliche Übernahme“ ihrer Wohndiele im Bauernhaus, sondern eher ein „friendly fire“. Da Hannelore aufgrund einer Hand-OP nicht fahren konnte, aber auch Lust auf Dinner-Gemeinschaft hatte, haben wir kurzerhand den Spieß umgedreht: In Fahrgemeinschaften und mit Essensbeiträgen fuhren wir Städter mit zwei Autos aufs Land, vervollständigten den bereits von Hannelore ein- und eigenhändig liebevoll gedeckten Tisch und brachten allerlei Köstlichkeiten und Nettigkeiten mit: Blumen, Pralinen als klassische Gastgeschenke, Salate, Partybrot, Käse, Würstchen, Frikadellen, Tiramisu und Getränke.

 

Das allein war schon besonders: geteilte Gemeinschaft bei einer gehandycapten Gastgeberin samt Aufräumservice. Wir suchten diejenige auf, die sonst immer fahren muss, und zauberten ohne große Absprache ein buntes Buffett zusammen.

 

Und es war ganz erstaunlich: wir unterschiedlichen Solisten mit den verschiedenartigsten Biographien sprachen an unserem langen Dinner-Abend ganz persönlich über unsere Beziehungsbiographien. Da wurde von glücklichem Verliebtsein und unerfüllten Sehnsüchte erzählt, von geglückten und gescheiterten Ehen, von Brüchen und Aufbrüchen, Mustern und Prägungen, Führung und Befreiung, Suche und Segnung – das volle Programm … Sehr offen, auch wenn sich manche gar nicht gut kannten. Sehr lebhaft, sehr anrührend, sehr lustig, sehr ermutigend.

 

Dieses Teilen und Ins-gemeinsame-Gespräch-Bringen sowie dabei über die Einflüsse von Gott und der Welt nachdenken, das war schmackhaft und nährend – unabhängig vom gemeinsam genossenen Dinner. Es wird einen „Nachschlag“ geben. ( Anke)


Die Leute in Ostwestfalen-Lippe waren mit viel Liebe und Humor gesegnet, die Bilder sagen mehr als tausend Worte:


Das Regionalteam Rhein-Main hatte zum Dinner ins Christliche Zentrum Frankfurt (CZF) geladen. Bereits einige Tage vor Anmeldeschluss war unsere Teilnehmerliste mit 50 Personen prall gefüllt und die Maximalzahl erreicht.

 

Das Menü bestand aus Kürbissuppe, Lasagne oder vegetarischen Canelloni mit Ricotta und Spinat. Als Nachtisch ließen wir uns ein Tiramisu schmecken. Zwischendrin wurden Solo&Co sowie einige Gruppen präsentiert. Nach dem Essen gab es die Möglichkeit für das eine oder andere Tänzchen im Rahmen des Dancing in the Moonlight, das das CZF sowieso anbietet.

 

Resümierend sehen wir die Veranstaltung als vollen Erfolg, da wir alle viel Spaß und gute Gespräche hatten. Last but not least sind wir als Team zusammengewachsen und konnten neue Erfahrungen in der Organisation solcher Events sammeln. Beim Abbau und Aufräumen fassten schließlich viele Gäste aus eigener Initiative mit an, worüber wir uns sehr gefreut haben. (Markus Hauser)