Ich traf die Drei, um herauszufinden, wie die Suche nach verbindlichem Miteinander in der Region Bern verläuft.
Das geht langsam, lacht Dora und fügt an: Das sagt man den Bernern ja sowieso nach. Anfang 2008 hatte Astrid ihre Vision für ein Leben in Fülle auch für Singles zum ersten Mal in der Schweiz vorgestellt. Mittlerweile haben sich ein loses Treffen für Neue und weniger Verbindliche entwickelt und ein fester Kreis, der sich seit vier Jahren monatlich reihum zum Suppenznacht trifft. Die Suppe ist nicht die Hauptsache, sondern der geistliche Input, den die Gastgeberin des Abends vorbereitet, der Austausch nach dem 5-Finger-Prinzip und das Gebet füreinander am Schluss. Beim 5-Finger-Austausch sagt jede, was in ihrem Leben gerade gut läuft, was schief geht, was sie mit anderen verbindet, was wichtig geworden ist und was gerade zu kurz kommt oder was sie sich noch wünscht. „Es geht darum, den anderen am eigenen Leben Anteil zu geben.“ Zwischendrin nehmen die Solistinnen miteinander Kontakt auf, in unterschiedlicher Weise, Intensität und Häufigkeit. Es gibt gemeinsame Unternehmungen, hier eine Ermutigung und dort eine Hilfestellung. Seit etwa zwei Jahren ist so sacht ein „Wir“ gewachsen. Feiertage und Ferienzeiten werden miteinander geteilt, so wie’s gerade stimmig ist. Wie jetzt in Berlin.
Und wie habt ihr diese tragfähige Basis geschafft? Durch eine Entscheidung zur Verbindlichkeit, sagt Anita wie aus der Pistole geschossen. Frag‘ nicht nach Gefühlen der Liebe, sondern entscheide dich für Taten der Liebe, heißt es in Eheratgebern. Wer sich verlässliche und tragende Gemeinschaft wünscht, braucht den festen Willen, sich gemeinsam mit anderen auf einen Weg zu machen. Wollt ihr denn Richtung gemeinschaftliches Wohnen?, frage ich. Die Drei vertrauen darauf, dass Gott ihnen da den Weg weisen wird, und halten es mit Luther: „Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt, und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt.“ Eine inspirierende Begegnung mit drei tollen Frauen.
Aktuelles

Berner Solistinnen in Berlin | Patricia

Das Seminar-Angebot beim Festival bietet für jede(n) etwas.
Direkt aus Marburg kommen Ruth und Dietmar Pfennighaus sowie Svenja Riedel. Mit einer Kräuterwanderung, einem Seminar über Ätherische Öle, etwas aus der Systemischen Beratung und dem Wertvoll-Prinzip kann man wichtige Impulse aus der Arbeit des Gesundheitshauses mitnehmen.
Von der AsB (Arbeitsgemeinschaft seelsorgerliche Beratung) wird Andreas Stenzel ein Seminar zum Thema „Innere Heilung“ anbieten.
Von Hanna Kunze darf man lernen, wie Dating in der heutigen Zeit eigentlich geht.
Die junge Autorin Sina Hottenbacher stellt die Impulse ihres aktuellen Buches „Single life“ vor unter den Aspekten Umfeld, Gemeinde, Beziehungen, Dating, Wohnsituation, Vorsorge- und Finanzthemen.
Wer sich gerne mal mit dem Thema Perfektionismus auseinandersetzen möchte, kann an einem Seminar mit Elke Langenberg und Horst Elsner teilnehmen.
Wer sich gerne bewegt, findet im Workshop zum Thema „Bewegtes Gebet“ mit Sabine Ivens das Passende. Und mit Andreas Hoffmann kann gepilgert werden.
Die Gynäkologin Jael Schemel bietet ein Seminar zum Thema Wechseljahre an.
Wer es kreativ mag, darf im Projektchor mit Benjamin Gail mitsingen oder beim Kintsugi-Workshop mit Katja Zimmermann Neues entdecken.
Auch zu den Themen Gemeinschaft, zölibatär lebende Singles, Singles mit Behinderung oder Älterwerden als Single wird es Seminarangebote geben.
Und darüber hinaus gibt es natürlich ganz viel Gemeinschaft mit anderen Singles.
Wir würden uns sehr freuen, wenn du auch mit dabei bist. Bis zum 15. August kann man sich noch anmelden!
Marion Heigl, Geschäftsstelle










