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Newsletter Archiv Detail

Newsletter Februar 2022

Guten Tag,

ich bin Heiko, der „neue“ im Leitungsteam, und darf zum ersten Mal das Vorwort zum Newsletter schreiben.

Ich hoffe, es ist euch gelungen, trotz der Pandemie-Einschränkungen ein schönes Weihnachtsfest und einen angenehmen Jahreswechsel zu feiern. Habt ihr vielleicht, wie auch ich, den Jahreswechsel „Online am Computer“ mit Solo&Co verbracht? Für mich war dies ein spannendes Abenteuer – eine schöne Alternative – obwohl ein Live-Treffen nicht zu toppen ist.
Wie viele Menschen die Feiertage alleine durchlebt haben – wer weiß.

Einen Hinweis liefert uns eine Umfrage von Marktforschern aus dem Jahr 2012: Da verbrachten bundesweit rund 2,4 Millionen Menschen die Feiertage alleine. Bestimmt ist die Zahl seitdem gestiegen.

Natürlich – wer alleine ist, ist nicht zwangsläufig einsam. Jedoch seit Beginn der Corona-Pandemie erleben Menschen das Gefühl von Einsamkeit verstärkt - die Häufigkeit von Einsamkeitsgefühlen unter den EU-Bürgern soll sich verdoppelt haben. Das ergab eine Studie der Europäischen Kommission.

Wie wichtig ist es da für uns, auf Jesus zu schauen und uns vom Ihm trösten zu lassen.

In der Jahreslosung 2022 in Johannes 6,37 verspricht er uns ganz deutlich:
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Das heißt doch: Jede(r) ist bei Jesus herzlich willkommen! Auf einem Motiv zur Jahreslosung gibt es daher eine geöffnete Tür. Nicht verschlossen, nicht angelehnt, sondern weit geöffnet - eine Einladung an uns, einzutreten.
Jesus hat versprochen, uns nicht abzuweisen. Er hört nicht auf, uns „beharrlich“ einzuladen.
Lasst uns seiner Einladung folgen. – Er wartet…

Ich wünsche uns ein großartiges Jahr 2022 mit vielen Einladungen, Begegnungen - und viele weit geöffnete Türen mit der Aufforderung, einzutreten.

Herzliche Grüße von Heiko Friedberger (Schöningen/Niedersachsen)


Netzwerk - Community

ONLINE KOCHEN MIT ULRIKE M.

Ulrike Martin ist Religionspädagogin und arbeitet als Jugendreferentin in der Wetterau – nördlich von Frankfurt/Main. Beruflich hat sie schon Erfahrungen gesammelt mit „Online-Kochen“. Warum das nicht auch für Solo&Co nutzbar machen?

„Wieso immer alleine kochen, hab ich mich gefragt“, sagt sie. „Als Teammitglied unserer Rhein-Main-Gruppe habe ich unsere Solisten angeschrieben und mich zum Start über fünf Teilnehmende gefreut.“

Wie Online-Kochen genau abläuft? Steht der nächste Termin, bekommen die Hobbyköche das Rezept und können ihre Zutaten einkaufen. Am Abend geht‘s per Laptop oder Smartphone in die heimische Küche. Dann wird geschnippelt und angerichtet, gekocht und gebraten. „Jeder und jede kann ein Lieblingsgericht vorschlagen oder Anregungen mitbringen. Beispielsweise haben wir zu Weihnachten Plätzchen nach verschiedenen Rezepten gebacken und auch schon libanesisch gekocht.“

Während des Kochens kommen die Teilnehmenden gut miteinander ins Gespräch und am Ende wird natürlich gemeinsam online gegessen und „gequatscht“. Ein Kochabend dauert gut zwei Stunden. Der nächste ist geplant für den 15. Februar zum „Dinner for One&Co“.

Wer am „Online-Kochen“ Interesse hat, kann sich bei Ulrike Martin melden – eMail: soloCo-Stammtisch@web.de

 


Guck mal rein

GEMEINSCHAFT GESTALTEN – NEUES ARBEITSHEFT

Hast du Interesse an Gemeinschaft? Willst du einen Hauskreis starten? Suchst du nach guten Formen, gemeinsam Leben zu teilen? Oder wollt ihr eure Kleingruppe besser aufstellen?

Dann bietet das neue Arbeitsheft „Gemeinschaft gestalten“ – herausgegeben von der Fachstelle Gemeinschaft – auf rund 60 Seiten eine Menge an Impulsen, Grundlagen und Gesprächsanregungen an. Unter Leitung von Frauke Bielefeldt hat ein Autorenteam recherchiert und aus eigenen Lebens- und Gruppenerfahrungen viele Aspekte zusammengetragen.

Frauke Bielefeld schreibt im Vorwort: „Das Heft bietet ein Geländer, um euch gemeinsam mit dem zu beschäftigen, was eure Gemeinschaft ausmacht und voranbringen kann… Neben dem reichen biblischen Schatz an Grundlagen kommen Erkenntnisse aus der Pädagogik und Psychologie, die sich bewährt haben. So beschäftigt ihr euch nicht (nur) theoretisch damit, sondern zusammen mit Leuten, mit denen ihr unterwegs seid.“

Zu drei wichtigen Fragen gibt das Arbeitsheft Anregungen zum Gespräch:
-    Wie wächst Gemeinschaft?
-    Was fordert Gemeinschaft heraus?
-    Geistliche Gemeinschaft

Die Kapitel bieten nicht nur Grundlagen, sondern stellen Fragen und regen zu Aktionen in der Gruppe an. Aufgaben „für‘s nächste Mal“ sind ebenso zu finden wie weiterführende Literatur. Am Ende der 12 Einheiten geht es um Rückblick und Ausblick.

Dieses Heft kann bestellt werden unter
bestellungen@emwag.net

Format A5, Umfang 64 Seiten
Einzelpreis (inkl. Versand): 9,40 €
Viererpack (inkl. Versand): 27,75 €

Überweise den Betrag bitte auf das EmwAg-Konto:
IBAN DE65 5206 0410 0103 909115
Vermerk: Gemeinschaft gestalten
Nach dem Eingang des Betrages erhältst du die Bestellung per Post.
Signal, dass etwas im Leben „nicht in Ordnung ist“. Diesen Schmerz gilt es nicht (nur) zu betäuben, sondern auf ihn zu hören.

 

 

Weltweit

PFLEGE DER ELTERN – SPAGAT UND SEGEN

Das Leben von Myriam Wahr (45) als Missionarin hat sich sehr verändert, seit ihre Eltern pflegebedürftig sind. Wie lebt es sich im Spagat zwischen hier und dort?

Seit über einem Jahr benötigen meine Eltern – beide sind 86 – rund um die Uhr Pflege. Mein Papa leidet an Demenz und Darmproblemen, meine Mama hat Alzheimer. Wie bekomme ich das alles unter einen Hut?!

Davor hatte ich eine klare Berufung als Missionarin und arbeitete zunächst bei Globe Mission secounded, dann bei World Outreach – und seit 2004 als Missionarin in Mosambik. Seit 2009 gibt es unseren dortigen Verein „O bom samaritano“ (Der gute Samariter). Um diese Arbeit mit aufzubauen, hatte ich  als Single Kraft und Zeit. Es entstehen Gesundheitshäuser mit natürlicher Medizin, wir bilden Gesundheitshelfer aus und haben ein Programm für unterernährte und Waisenkinder. Außerdem gibt es einen Radiodienst und wir machen Gefängnisbesuche sowie „Gottes Wort-Seminare“ (mehr unter www.obomsamaritano.org).

Aber jetzt? Seit ein paar Monaten ist Dienen auf eine ganz andere Art dran – in Tübingen statt in Mosambik. Ich empfinde es als Segen, für meine Eltern da sein zu dürfen, auch wenn es manchmal sehr schwer ist. Wenn ich daran denke, was sie in mein Leben investiert und Opfer gebracht haben… dann darf ich es jetzt zurückgeben, auch wenn mich das mitunter persönliche Freiheit kostet und ich mich manchmal isoliert fühle. Freunde habe ich zwar, aber oft fehlt die Kraft oder Motivation, sich aufzumachen.

Die Herausforderung ist oft mehr psychischer Natur: Wenn es den Eltern nicht gut geht, dann leide ich mit und überlege, was ich sonst noch machen kann. Oft tut es mir selber leid, wenn mir die Geduld ausgeht. Wie wertvoll ist es, dann zu wissen, dass ich am Kreuz abladen und um Vergebung bitten darf und mich auch bei meinen Eltern entschuldigen kann.

Eine wunderbare Erfahrung durfte ich vor einiger Zeit im Schlaflabor mit meinem Vater machen: Da er eine Demenz hat, durfte ich mit ihm im gleichen Zimmer übernachten. Er war mit Schläuchen und Maske versorgt, als ich aus dem Schlaf heraus auf einmal eine Stimme hörte: „Steh auf!“ Ich schaute mich im Raum um, aber da war niemand, der zu mir hätte sprechen können. Es war nicht die Stimme meines Vaters, doch ich bemerkte seine Unruhe und es stellte sich heraus, dass er zur Toilette musste. Wie sehr hat es mein Herz berührt, dass Jesus in diesem Moment die Hilfsbedürftigkeit meines Papas sah und mich aufmerksam gemacht hat! Selbst um solche Details kümmert er sich!

Ja, und Jesus kümmert sich auch um Mosambik: Vor ein paar Wochen konnte ich für ein paar Tage dorthin reisen, und es tat meiner Seele gut, all die wertvollen Menschen und den Dienst wiederzusehen. Es begeistert mich zu sehen, dass die aufgebaute Arbeit vor Ort gut läuft, und durch die modernen Medien kann ich mit den Leitern vor Ort im Kontakt bleiben. Das hilft ungemein, denn ich erlebe oft ein geteiltes Herz zwischen Elternpflege und Mission. Aber es freut mich sehr, dass der Dienst an Selbstständigkeit zugenommen hat, gerade jetzt, wo ich nicht vor Ort bin – da kann räumliche Abwesenheit auch zur Chance für die Einheimischen werden!
Mein Fazit: Jesus kennt unser Herz, begleitet uns durch jede Lebensphase, und es ist gut, auf ihn zu hören. Zugleich ist es ein Segen, dass ich trotzdem von Deutschland aus weltmissionarisch tätig sein kann – Jesus und die moderne Technik machen es möglich. Und immer, wenn meine Eltern „stabil sind“, will ich nach Mosambik reisen…
Myriam Wahr (Mosambik/Deutschland)

 


Netzwerk - Community

JAHRESWECHSEL ONLINE GELUNGEN

Der Jahreswechsel musste diesmal online stattfinden. Aus Nord und Süd waren insgesamt knapp hundert Leute dabei – und haben es genossen.

Diese hundert Frauen und Männer erlebten in der Tat einen „anderen Jahreswechsel“. Viele hatten sich Freunde nach Hause eingeladen, um diese schöne Zeit live im Kleinen und online mit Vielen zu erleben.

Im Vorfeld und während der Tage wurden Infos, Impulse und Material zum jeweiligen Programmpunkt verschickt, damit alle interaktiv mitmachen konnten. Nachmittags gab es Räume zum Basteln, zu Themen wie Vorsorge, Gemeinschaft und Handlettering oder einfach zum miteinander reden. Wohnzimmerkonzert, Krimidinner, Silvesterfeier mit Abendmahl, Neujahrsempfang mit Wunderkerzen – und dazwischen Zeiten zur Stille, zum Spazierengehen oder Freunde treffen. Dann ging es immer wieder online in die große Solisten-Gemeinschaft. Fotos, die dabei entstanden, wurden natürlich präsentiert.

Die gesammelte Kollekte ging nach Peru, wo „unsere“ Missionarin Birgit Ufermann lebt und arbeitet – auch sie zugeschaltet per Zoom.

Fazit: Der etwas andere Jahreswechsel ist online gut gelungen. Es war eine wertvolle Zeit.

 


Ehelos um Jesu Willen

THEMA MEINES LEBENS

Im Netzwerk Solo&Co gibt es eine kleine Gruppe „Ehelosigkeit um Jesus willen – ein Thema meines Lebens“. Einmal im Jahr trifft sich diese Gruppe zum Austausch. Diesmal ging es online um die Bedeutung von Mechthild von Magdeburg.

„Du brennender Gott in deiner Sehnsucht“

Herr, mein Geliebter, meine Sehnsucht,

mein fließender Brunnen, meine Sonne.

Und ich bin dein Spiegel.

Worte einer leidenschaftlichen Gottesliebe.

Geschrieben wurden diese Zeilen vor 800 Jahren von einer Frau, die ein für ihre Zeit recht untypisches Leben führte. Mechthild von Magdeburg (1207-1282), aus adligem Stand und mit höfischer Erziehung innerhalb von Burgmauern groß geworden, hatte im Alter von zwölf Jahren eine Gottesbegegnung, die ihre Lebensausrichtung bestimmen sollte.

Im Alter von 20 Jahren verließ sie die heimatliche Burg, um sich in Magdeburg der Pflege der Kranken und Fürsorge für die Armen zu widmen. Sie wählte die Lebensform einer Begine – ehelos, aber nicht als Nonne, lebte sie als freie Frau in einer Gesellschaft, in der Frauen eher wenig Möglichkeiten hatten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Bekannt geworden ist sie für ihre geistlichen Schriften, in denen sie ihre innige Liebe zu Christus und seine Beziehung zu ihrer Seele in kühnen, leidenschaftlichen, zärtlichen und unkonventionellen Bildern beschreibt.

 

Online-Treffen mit Tiefgang

Unsere Gruppe von bewusst ehelos lebenden Frauen innerhalb von Solo&Co traf sich am Epiphanias-Wochenende online, um sich mit dieser inspirierenden Frau zu beschäftigen.

Claudia Mißbach hatte sorgfältig und zielsicher das Programm vorbereitet und uns Mechthilds Leben und die Facetten ihres geistlichen Erlebens eindrucksvoll nahegebracht. Durch die kraftvollen, teils kühnen Texte Mechthilds ließen wir uns zu intensiven Gesprächen und sehr offenem Austausch über unsere eigenen geistlichen Erfahrungen auf unserem Weg der Gottesbeziehung anregen. Zeiten der persönlichen Reflexion und des Gebets füreinander gehörten ebenso zum Programm wie Geselliges – was auch online erstaunlich gut möglich war.

Es war ein Wochenende mit geistlichem und persönlichem Tiefgang, das dazu verlockt, sich weiter mit dieser Lehrerin der Gottesliebe zu beschäftigen und von ihr zu lernen, „nach der Führung des Herrn mit ihm zu tanzen“ und sich die Liebe eines Gottes gefallen zu lassen, der „vor Sehnsucht nach dem Menschen brennt“ und so zur Seele spricht (Gott zum Menschen!):

Du bist ein Licht vor meinen Augen,
du bist eine Harfe in meinen Ohren,
du bist ein Klang in meinen Worten,
du bist ein Gedanke meiner Heiligkeit,
du bist ein Ruhm meiner Weisheit.
Du bist ein Leben meiner Lebendigkeit,
du bist eine Verherrlichung in meinem Sein.

(Das fließende Licht der Gottheit, III,2)