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Die „Hauptworte“ bei Solo&Co?!

„Habt ihr eine Gemeinschaft für mich?“ – eine oft gestellt Frage. Aber wie kann das gehen?

Unsere Hauptworte – was fällt dir dazu ein? Ich denke an unsere ersten gemeinsamen Jahre zurück. Da stand ein Satz im Raum: Gott schenkt uns Zugehörigkeit. Wir wollen einander Zugehörigkeit schenken.

Sicher ist das große Wort Zugehörigkeit ein Hauptwort für uns. Danach sehnen wir uns. Das wollen wir erleben. Ein großes Wort. Mir geht es jetzt aber um das kleine unscheinbare, unsagbar wichtige Wort EINANDER.

Immer mal wieder erhalte ich Anrufe, in denen jemand fragt (meistens passiert das, wenn der Ruhestand in Sicht ist oder begonnen hat): „Habt ihr eine Gemeinschaft für mich?“

Wie könnte das gehen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass andere eine Gemeinschaft für mich haben könnten. Ist doch Gemeinschaft das, was wir miteinander gestalten. Der Ort, wo wir füreinander da sind. Die Zeiten, in denen wir zueinanderkommen und beieinander sind.

EINANDER – Das ist ein vielfältig verwendetes Wort. Im Wörterbuch finde ich folgende Erklärung: Es wird verwendet, um auszudrücken, dass die genannte Handlung oder Beziehung wechselseitig ist, eine[r] der/dem anderen, eine[r] den anderen; sich/uns/euch gegenseitig, wechselseitig.

Also, nicht eine/r für alle, sondern jede/r für jede/n. Das ist was GANZ ANDERES.

Mir fällt Jesus ein. Im Johannes-Evangelium (13, 1ff) wird uns beschrieben, wie er seinen Jüngern die Füße wäscht. Er macht das, was sonst Dienst der Sklaven ist. Nachdem er das getan hat, sagt er: Und weil ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr einander die Füße waschen…

Jesus hat angefangen. Damit setzt er ein Zeichen, und er setzt uns frei, anzufangen! Er braucht Leute, die anfangen… einander, füreinander, miteinander.

Wie das aussehen kann. Dazu mehr in den nächsten Newslettern.

Astrid Eichler, Geschäftsstelle