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Adieu Judith Schmidt | Patricia

von Walter Lutz | 3. Apr. 2020 | Allgemein

Unserem Netzwerk war Judith von allem Beginn an eng verbunden. Viele von uns kennen sie aus inspirierenden Gemeinschafts­wochenenden und persönlicher Begegnung – auch bei Netzwerktreffen. Viele haben die Gemeinschaftsbauerin und ihre Art, Zeugnis abzulegen, geschätzt. Deshalb wollen wir ihr hier im Newsletter ein letztes dankbares Adieu nachrufen.

Judith hatte ihren geistlichen Weg, der sie schließlich in die Gemeinschaft Lebensräume führte, schriftlich niedergelegt. Die Zitate stammen aus Judiths Notaten. Zunächst lebte und arbeitete sie als Erzieherin im SOS Kinderdorf in Immenreuth, dann zwei Jahre als Diakonisse im Diakonissen­mutterhaus Puschendorf. In der Probezeit dort spürte sie, wie unmöglich es für sie war, die „althergebrachten Strukturen und Traditionen der Lebensgemeinschaft mit einem aktuellen Leben zu verknüpfen“. In Altenkirchen, beim Missionswerk Sportler sucht Sportler, lernte sie schließlich Gerda St. kennen. Aus ihr und Gerda St. wurde ein Gespann, das sich – in aller Unterschiedlichkeit – gegenseitig befruchtete und daran machte, die Vision einer Lebens- und Dienstgemeinschaft ins Werk zu setzen. „Sein Weg mit mir ging erneut in eine Lebens­gemeinschaft, da Gott wusste, dass ich das Alleinsein nicht gut vertrage. Mein Einstieg bei Lebensräume e.V. ist geprägt von dem Erleben von Gottes Handeln und Gottes Versorgung“. Astrid Eichler hat zum zehnjährigen Bestehen im letzten Sommer das Charakteristische der  Lebensgemeinschaft Visselhövede beschrieben und herausdestilliert, wie Gemeinschaft gelingen kann. Der Dienst im örtlichen Kindergarten und die Aufbauarbeit in der Lebensgemeinschaft füllten Judiths Tage und machten ihr Leben reich.

Schon früh, als sie noch Kind war, hatte sich gezeigt, dass sie diejenige war, die andere schob und zog und ihnen half, wenn es darum ging, über einen Zaun zu klettern. Judith war ein Mensch der Tat. Sie wollte mit ihrem Leben Jesus Christus ehren. Es war manchmal auch ein Kampf, seinen Willen zu tun, ihm treu zu sein ohne leere Worte. Ihr Leben bezeugt das an vielen Stellen. Das war manchmal auch herausfordernd – für sie wie für ihre Weggefährten. Judiths Notizen enden mit dem Satz: „Unser persönlicher Glaube ist hier täglich und ständig herausgefordert, da wir Täter des Wortes sind und nicht allein Hörer.“ Ihre Notizen sind ein bewegendes Dokument eines Lebens im Vertrauen auf Gottes Treue – auch in schwierigen Lebensphasen und gegen Widerstände.

Ihr plötzlicher Tod ist für alle, die sie kannten, schmerzhaft und unfassbar. Er ist für uns Singles auch Anlass, uns mit der Vorsorge für den Tod zu beschäftigen. Die Bibel mahnt uns in Psalm 90, Vers 12: Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Wir werden dies Thema in den nächsten Newslettern entfalten.

Am 11. März wurde Judith in Visselhövede beigesetzt. Für die, die bei der Trauerfeier nicht dabei sein konnten, dokumentieren wir im Download des Blog Astrid Eichlers Ansprache bei der Trauerfeier.

Das Seminar-Angebot beim Festival bietet für jede(n) etwas.

Direkt aus Marburg kommen Ruth und Dietmar Pfennighaus sowie Svenja Riedel. Mit einer Kräuterwanderung, einem Seminar über Ätherische Öle, etwas aus der Systemischen Beratung und dem Wertvoll-Prinzip kann man wichtige Impulse aus der Arbeit des Gesundheitshauses mitnehmen.

Von der AsB (Arbeitsgemeinschaft seelsorgerliche Beratung) wird Andreas Stenzel ein Seminar zum Thema „Innere Heilung“ anbieten.

Von Hanna Kunze darf man lernen, wie Dating in der heutigen Zeit eigentlich geht.

Die junge Autorin Sina Hottenbacher stellt die Impulse ihres aktuellen Buches „Single life“ vor unter den Aspekten Umfeld, Gemeinde, Beziehungen, Dating, Wohnsituation, Vorsorge- und Finanzthemen.

Wer sich gerne mal mit dem Thema Perfektionismus auseinandersetzen möchte, kann an einem Seminar mit Elke Langenberg und Horst Elsner teilnehmen.

Wer sich gerne bewegt, findet im Workshop zum Thema „Bewegtes Gebet“ mit Sabine Ivens das Passende. Und mit Andreas Hoffmann kann gepilgert werden.

Die Gynäkologin Jael Schemel bietet ein Seminar zum Thema Wechseljahre an.

Wer es kreativ mag, darf im Projektchor mit Benjamin Gail mitsingen oder beim Kintsugi-Workshop mit Katja Zimmermann Neues entdecken.

Auch zu den Themen Gemeinschaft, zölibatär lebende Singles, Singles mit Behinderung oder Älterwerden als Single wird es Seminarangebote geben.

Und darüber hinaus gibt es natürlich ganz viel Gemeinschaft mit anderen Singles.

Wir würden uns sehr freuen, wenn du auch mit dabei bist. Bis zum 15. August kann man sich noch anmelden!

Marion Heigl, Geschäftsstelle

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